Lüdenscheider Kulturhaus gut besucht

Ausbildungsmesse ZAK: "Mehr geht nicht!"

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Reges Interesse bekundeten die Jugendlichen auch am Polizei-Beruf. Einstellungsberaterin Saskia Hippe (links) hatte vor allem am Vormittag eine Masse von Fragen zu beantworten.

Lüdenscheid - Die 8. Ausbildungsmesse ZAK (Zukunft Arbeit Karriere) im Kulturhaus platzte am Donnerstagmorgen fast aus allen Nähten. Mit 96 Ausstellern aus der ganzen Region, mehr als je zuvor und etwa die Hälfte aus Lüdenscheid, erreichten die Veranstalter die Kapazitätsgrenze.

Der Rekord wurde durch die erstmalige Nutzung des ehemaligen Restaurants möglich. Rund 1000 Jugendliche der Jahrgangsstufe 9 aus örtlichen Haupt- und Realschulen bevölkerten nach Angaben von Dirk Aengeneyndt aus der Stabsstelle Wirtschaft/Arbeitsmarkt vormittags die Messestände. „Mehr geht nicht.“ 

Das dichte Gedränge auf den Ebenen des Musentempels und der großen Bühne war allerdings programmiert. Denn für die jungen Messegäste war es ein Pflichtbesuch, ZAK ist für die Jugendlichen als Schulveranstaltung deklariert. Wer einfach nicht kommt, fehlt unentschuldigt. 

Anders am Nachmittag: Da ebbten die Besucherströme etwas ab, es ließen sich die Gymnasiasten blicken und die Schüler der Sekundarstufe II der Gesamtschule, einige mit Eltern im Schlepptau. Vereinzelt, sagte Aengeneyndt, waren auch Interessenten aus den Nachbarstädten an den Ständen zu sehen. 

Bürgermeister Dieter Dzewas wies in seiner Eröffnungsrede am frühen Morgen darauf hin, dass die Jugendlichen sich nicht nur in ihrer Heimatstadt nach Ausbildungsmöglichkeiten umschauen, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus blicken sollten. Dzewas dankte der Politik, der Verwaltung, den Schulen, der Industrie- und Handelskammer und dem Stadtmarketing für das Engagement, das ZAK möglich gemacht habe. 

8. Ausbildungsmesse ZAK von Stadt Lüdenscheid im Kulturhaus

An die Adresse der jungen Zielgruppe richtete der Bürgermeister den Appell, möglichst viele Gelegenheiten zu „nutzen, auszuprobieren, zu beschnuppern und einfach mal zu checken“. Denn die Zahl der jungen Menschen, die ihre Ausbildung im ersten Lehrjahr schon hinschmeißen, liege inzwischen im zweistelligen Prozentbereich. 

Dzewas plädiert dafür, durchzuhalten: „Das Handwerk hat goldenen Boden. Es ist der Wirtschaftsbereich, in dem man sich mit relativ wenig Kapital selbstständig machen kann.“ Erstmals war auch eine Abordnung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DeHoGa) vertreten. Und neben den Informationsangeboten der örtlichen Handwerkskammer gab es vielfältige Chancen, sich in den Branchen der heimischen Wirtschaft zu nähern. 

Der städtische Beigeordnete Matthias Reuver, für Jugend, Bildung und Sport zuständig und bekennender Langhaar-Träger, tat das wieder auf seine Weise. Er ließ sich, wie in den beiden Jahren zuvor, auf der Bühne einen neuen Haarschnitt verpassen.

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