Hier kann man das Meer auf dem Mond mit bloßem Auge sehen

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Das Museumsteam und Rolf Becker bieten Himmelsbeobachtungen an.

Lüdenscheid – Mit bloßem Auge, dem Fernglas oder einem Teleskop: Mondbeobachtungen stehen als nächste Veranstaltung im Rahmenprogramm der Ausstellung „Sommer 1969 – Westfalen im Mondfieber“ an. Am kommenden Dienstag, 8. Oktober, treffen sich die „Fans“ des Mondes ab 20 Uhr im Kulturhausgarten.

Rolf Becker, Lüdenscheider Astronom und vielen von seinen „Astro-Abenden“ bekannt, lädt zu einer Beobachtung des Mondes ein. Der Mond eigne sich prima für den Einstieg in die faszinierende Welt der Himmelsbeobachtung, heißt es seitens des Museumsteams: „Wofür die Sonne ein ganzes Jahr braucht, das schafft der Mond in einem Monat: Er rast am schnellsten von allen Himmelskörpern durch den Tierkreis. Den Lauf unseres Trabanten zu verfolgen, verschafft einen ersten Eindruck des Geschehens am Sternhimmel.“

Bereits mit einem einfachen Fernglas lassen sich Gebirge, Krater und die „Meere“ des Mondes beobachten. Die landschaftlichen Höhepunkte des Mondes werden am Abend des 8. Oktober bei klarem Himmel vom Kulturhausgarten aus zu sehen sein. Hierfür wird eine mobile „Mondwarte“ mit Fernglas (20x80) und Teleskop stationiert. Besucher können eigene Ferngläser mitbringen.

Falls es regnet oder der Himmel bedeckt ist, wird die Veranstaltung in Form eines Vortrags in die Museen am Sauerfeld verlagert. Der Eintritt zur Veranstaltung im Kulturhausgarten ist frei. „Westfalen im Mondfieber“ steht auch am Sonntag bei der nächsten öffentlichen Führung im Mittelpunkt. Die Mondlandung im Juli 1969 war der Höhepunkt eines Wettlaufs zwischen den USA und der UdSSR. Die Wanderausstellung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, die noch bis zum 27. Oktober in den Museen zu sehen ist, enthält viele Objekte, die die Erinnerung an dieses große Abenteuer lebendig machen. Doch daneben zeigt die Ausstellung, dass auch regionale Unternehmer und Wissenschaftler einen Anteil an den Entwicklungen hatten, die am Ende zur Landung auf dem Mond geführt haben.

Insofern leistet die derzeitige Ausstellung zur Mondlandung innerhalb ihres insgesamt fünf Räume umfassenden Teils, der sich mit Lüdenscheid und der regionalen Industrie beschäftigt, auch einen wesentlichen Anteil zur Erneuerung des Geschichtsbildes der Stadt Lüdenscheid. Die Mond-Ausstellung trägt dazu bei, einen Veränderungsprozess zu unterstützen, wie die Geschichte der Stadt erinnert wird. Landläufig heißt es, man wäre eine Abzeichen, Militäreffekten und Metallknöpfe produzierende Stadt gewesen, doch entspricht das in den 1930-er Jahren und in den Folgejahrzehnten nur bedingt der Wirklichkeit.

Was tatsächlich die Industrie, die Wirtschaft und den Alltag bestimmte, ist eines der Themen, die am Sonntagnachmittag ab um 15 Uhr bei der Führung durch die Ausstellung angeschnitten wird. Zuzüglich zum Eintritt in die Museen an der Sauerfelder Straße – Erwachsene zahlen vier Euro, ermäßigt zwei Euro – ist ein Euro für die Teilnahme an der öffentlichen Sonntagsführung zu entrichten.

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