Ausbauplanung in der Kritik

Weißes Pferd: Ärger um Erschließung nicht verraucht

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Gerade in diesem Abschnitt zwischen der Einfahrt zum Friedhofparkplatz und der Dammstraße stößt der Ausbau der Straße Zum Weißen Pferd weiter auf Kritik.

Lüdenscheid - Auch wenn die Ratsmitglieder Mitte Dezember 2018 die Planung für die Ersterschließung der Straße Zum Weißen Pferd endgültig beschlossen haben, ist der Ärger der Anlieger nicht verraucht.

Jan Hille kritisiert, dass zwar laut Beschluss auf den Bau eines Gehweges auf der rechten Seite zwischen Zufahrt zum Friedhofparkplatz und der Dammstraße verzichtet wird, was die beitragsfähigen Gesamtkosten in Höhe von 774.000 Euro um 20.000 Euro senkt.

Aber die Umsetzung gefällt ihm gar nicht. Anstatt des Gehweges werde nun ein Grünstreifen zwischen Hochbord und dem Jägerzaun am Friedhof angelegt. In Fahrtrichtung Mathildenstraße sei aber das Parken auf der Fahrbahn erlaubt. Die Stadt werde eine Ausweichstelle auf der Fahrbahn ausweisen, in der nicht geparkt werden dürfe.

Damit verringere sich wiederum die Breite der Fahrbahn, was den fließenden Verkehr in beide Richtungen erheblich beeinträchtigen werde. In Stoßzeiten werde es erhebliche Rückstaus über die Kurve hinaus geben, weil die Schikane Autofahrer zum Abbremsen zwinge.

„Ich möchte gar nicht wissen, wie das im Winter bei Schnee und Eis aussieht, zumal es dort auch noch massiv bergauf geht.“ 

Anliegern dieser Straßen in Lüdenscheid drohen Erschließungsbeiträge

Die Stadt Lüdenscheid habe von den Anliegern 1960 zur Erteilung einer Baugenehmigung bereits einen Sicherheitsbetrag von 50 Prozent der geschätzten Kosten – damals 4600 D-Mark – eingefordert, sei aber bis heute den Anliegern den Ausbau schuldig geblieben.

„Das alles klingt für mich wie ein Schildbürgerstreich.“ Einen Anwalt habe seine Familie bisher nicht eingeschaltet. Es sei schwierig auszuloten, was man überhaupt machen könne.

Er wisse von einer Familie, die sich einen Anwalt genommen habe und sich zudem vom Bund der Steuerzahler unterstützen lasse. Meistens endeten solche Verfahren zwischen Anliegern und Stadt mit einem Vergleich. Wie der dann aussehe, wisse man aber nicht.

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