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3G-Regel im Bus: MVG fordert „Menschen, nicht unnötig zu verunsichern“ 

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Nach der Maskenpflicht in Bussen - hier kontrolliert durch das Ordnungsamt der Stadt Lüdenscheid und der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) - ist nun eine 3G-Pflicht im Gespräch. © Julian Witzel

Angesichts steigender Infektionszahlen wird derzeit auch eine 3G-Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln diskutiert. Bei allem Verständnis sieht die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) aber auch Probleme.

Lüdenscheid - „Es ist eine schwierige Situation“, sagt Jochen Sulies. „Natürlich haben wir Verständnis, dass Maßnahmen diskutiert werden, aber es ist die Frage, ob dies der richtige Weg ist. Denn es muss ja auch alles umsetzbar sein.“

Auch bei der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) wird die Diskussion über eine 3G-Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln verfolgt, „jedoch warten wir jetzt erst einmal die politischen Beschlüsse am Donnerstag ab“, machte der Pressesprecher deutlich.

Aus Sicht vieler Verkehrsunternehmen wäre diese Regel ein falsches Signal – zumal in Studien schon frühzeitig nachgewiesen worden sei, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln bei geltender Maskenpflicht – derzeit ist mindestens eine medizinische Maske vorgeschrieben – keine erhöhte Ansteckungsgefahr bestehe. „Und der Großteil der Fahrgäste – mit wenigen Ausnahmen – trägt sie auch“, lobt Sulies. Daher sollte man die Menschen auch nicht unnötig verunsichern, lautet denn auch der Appell der Verkehrsunternehmen.

Wer soll die Umsetzung der 3G-Regel kontrollieren?

Das weitere Problem sei die Umsetzung. „Wie sollen wir das denn kontrollieren?“ Dass dies nicht beim Einstieg über die Fahrer, sondern vielmehr über das Kontrollpersonal laufen soll, sei ja gut gemeint, aber schwierig umzusetzen. „So viele Personen haben wir gar nicht, dass sie netzweit im Einsatz sein könnten.“

Zudem stelle sich die Frage, wie mögliche Verstöße geahndet werden sollen. „Denn Bußgelder können von uns ja gar nicht ausgesprochen werden“, betont Sulies. „Wir warten jetzt ab, ob und was da am Donnerstag kommt.“

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