Nicht mehr nur ein „Studienort“ der Fachhochschule Südwestfalen

Toller Erfolg: Lüdenscheid wird ein richtiger Studienstandort

Fachhochschule Südwestfalen Lüdenscheid
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Noch Platz für Erweiterungen: das Gebäude der Fachhochschule Südwestfalen an der Bahnhofsalle in Lüdenscheid.

Die Stadt Lüdenscheid steht kurz vor einer erheblichen Aufwertung. Sie wird offizieller Studienstandort der Fachhochschule Südwestfalen - mit viel mehr Studenten.

Lüdenscheid - In einem Änderungsantrag zum Hochschulgesetz NRW, der Ende März beschlossen werden soll, fordern CDU und FDP gemeinsam, Lüdenscheid zum vollwertigen Studienstandort zu machen. Dies teilt die heimische FDP-Landtagsabgeordnete und Landtags-Vizepräsidentin Angela Freimuth mit. Die Zustimmung im Landtag gilt als sicher, da auch die SPD hinter diesem Plan steht.

Angela Freimuth, ihr SPD- Kollege Gordan Dudas und CDU-MdL Thorsten Schick hatten, wie Freimuth in einer Pressemitteilung schreibt, parteiübergreifend diese Initiative aus der Fachhochschule und regionaler Wirtschaft engagiert begleitet. An ihrer Seite fanden sich viele Politiker aus Stadt und Kreis, unter anderem Altbürgermeister Dieter Dzewas und die heutigen Stellvertretenden Landräte Ralf Schwarzkopf und Bernd Schildknecht.

Schon vor gut einem Jahr hatte Professor Dr. Claus Schuster, Rektor der Fachhochschule Südwestfalen, erklärt, seine Hochschule verfolge das Ziel, Lüdenscheid „zeitnah zu einem weiteren vollwertigen Standort unserer Hochschule auszubauen“. Damit würde Lüdenscheid dann auch in formaler Hinsicht den gleichen Rang und Status erhalten wie die übrigen FH-Standorte Iserlohn, Hagen, Soest und Meschede.

Künftig rund 1300 Studenten

Schuster hatte erläutert, für den künftigen Hochschulstandort Lüdenscheid peile man eine annähernd verdoppelte Größe mit rund 1300 Studenten und 25 Professuren an. Die räumlichen Voraussetzungen sollen durch die Errichtung eines Erweiterungsneubaus geschaffen werden, der Mensa und Bibliothek beherbergen soll. In fachlicher Hinsicht werde man sich insbesondere an den Bedürfnissen Lüdenscheids als ‚Gesundheitsstandort‘ orientieren. Neben dem Maschinenbau ist die Medizintechnik eines der beiden am meisten frequentierten Studienfächer in Lüdenscheid. Hier sollen vier weitere Studiengänge eingerichtet werden, unter anderem ein neuer Präsenzstudiengang „Medical Assistant“.

Derzeit werden in Lüdenscheid unter anderem die Studiengänge Kunststofftechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen/Gebäudesystemtechnik und Medizintechnik angeboten.

Angela Freimuth, die auch Sprecherin ihrer Fraktion für Wissenschaft und Forschung ist: „Ich freue mich, dass das große Engagement aller Akteure in unserer Region, seien es Kammern, Arbeitgeberverbände, Politik und viele andere, unserer Fachhochschule Südwestfalen und ihrer guten Arbeit den Rücken stärken kann. Das gemeinsame Engagement konnte überzeugen und stärkt unsere Innovationsregion insgesamt.“

Gordan Dudas: „Es war enorm wichtig, dass hier alle Verantwortlichen an einem Strang gezogen haben. Damit wird ein starkes Signal für unseren Wirtschafts- und Bildungsstandort in Lüdenscheid und auch weit darüber hinaus in die ganze Region gesetzt. Denn für unsere industriell geprägte Wirtschaftsregion sind gut ausgebildete Fachkräfte unverzichtbar, damit wird ein wichtiges Zeichen gesetzt.

Die Gesetzesänderung soll „Huckepack“ als Artikel zum Änderungsgesetz des Kunsthochschulgesetzes erfolgen.

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