CDU Lüdenscheid will mehr Mitglieder werben

Der Lüdenscheider CDU-Vorsitzende Ralf Schwarzkopf

LÜDENSCHEID ▪ „Neue Mitglieder!“ Ein Hauptanliegen, das der gerade im Amt bestätigte Lüdenscheider CDU-Vorsitzende Ralf Schwarzkopf fürs neue Jahr hegt, fasste er im jüngsten Mitglieder-Rundbrief kurz vor Weihnachten in zwei Worten mit Ausrufezeichen zusammen.

Schwarzkopf verweist auf eine Kampagne der Bundespartei mit dem Titel: „Verpassen Sie der CDU Ihre Handschrift!” Auch die Ortsunion Lüdenscheid brauche dringend neue Mitglieder: „Wir spüren den demografischen Wandel, viele von uns sind bereits über 70 Jahre alt. Und wir benötigen die Mitgliedsbeiträge, weil wir sonst nicht in der Lage sind, Wahlkämpfe vor Ort zu finanzieren“, schreibt Schwarzkopf, der seinem Rundbrief auch Beitrittserklärungen beilegte.

Gegenüber den LN erklärte Schwarzkopf die aktuelle Situation. Demnach zählt die Lüdenscheider CDU zurzeit 420 Mitglieder. Tatsächlich seien der Partei weitaus mehr Bergstädter verbunden, aber ohne Mitgliedsausweis. Das treffe auf Gliederungen wie Senioren-Union, Junge Union oder Mittelstandsvereinigung zu, denen man angehören kann, ohne CDU-Beiträge zu entrichten. Die Frauenunion sei hier die Ausnahme, und sie habe dennoch zuletzt einige Beitritte verzeichnet. Er wünsche sich, dass auch aus SU, JU und MIT mehr „echte“ CDU-Mitglieder erwachsen.

Schwach vertreten seien die 30- bis 40-Jährigen, und hier gelte es anzusetzen. Dafür könne eine Anleitung von Generalsekretär Oliver Wittke hilfreich sein, die auch Internetforen wie Facebook berücksichtige. Das Internet stärker einzubinden, ist für Schwarzkopf auch eine Aufgabe der Geschäftsstellen.

Was derzeit fehle, seien „die großen Events“, die einst für Zuwächse sorgten. Als Willy Brandt Kanzler wurde, seien viele Bürger als Gegenbewegung der CDU beigetreten. Gleiches galt zur Unterstützung von Helmut Kohls Kanzlerschaft, auch die Wiedervereinigung habe die Zahlen hochschnellen lassen. Kreisweit sank die Zahl der Unionsmitglieder zuletzt auf unter 3000.

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