Wegen Brandstiftung drei Jahre ins Gefängnis

LÜDENSCHEID - Am 11. Januar waren die drei Angeklagten mit zwei weiteren Unbekannten in das Haus am Wermecker Grund eingebrochen. Dort hatten sie Alkohol getrunken und eine Wohnung ausgeräumt, deren Besitzer gerade im Ausland waren. Anschließend hatte der 26-jährige Angeklagte einen Sessel in der Küche der Wohnung in Brand gesetzt.

Das Feuer griff auf das Mobiliar und den Rest des Hauses über. Die Wohnung war nach dem Brand unbewohnbar. Der Schaden belief sich vermutlich auf ungefähr 80 000 bis 90 000 Euro.

Die drei Angeklagten standen zu ihren Taten und hatten am ersten Prozesstag umfassende Geständnisse abgelegt. Besonders die beiden jungen Frauen zeigten Einsicht und Reue. Die zur Tat erst 17 Jahre alte Lüdenscheiderin sagte in ihrem „letzten Wort“: „Ich weiß, dass es falsch war. Und es tut mir sehr leid.“ Sie wurde zu 200 Sozialstunden verurteilt. Die Kammer sah darin eine Möglichkeit für die junge Frau, im Arbeitsleben Fuß zu fassen.

Ihre ältere Schwester wurde zu sechs Monaten Gefängnis mit Bewährung verurteilt. Auch hier sah die Kammer eine gute Prognose, denn sie hat keine Vorstrafen und lebt mittlerweile in geordneten Verhältnissen.

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Anders verhielt es sich mit dem 26-jährigen Mann. Bei ihm schlugen neben dem Einbruchdiebstahl auch noch die schwere Brandstiftung und ein gut gefülltes Vorstrafenregister zu Buche. Besonders schwerwiegend fand das Gericht, dass er den Brand gelegt hatte, um den Einbruch und die Diebereien zu vertuschen. Außerdem, so betonte das Gericht, hätten noch andere Menschen zu Schaden kommen können. Der Lüdenscheider muss für drei Jahre ins Gefängnis. Das Gericht ordnete auch an, dass der schwer alkoholsüchtige Mann in einer Entziehungsanstalt untergebracht wird.

„Das war im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee!“, kommentierte der vorsitzende Richter Marcus Teich die Taten.

Die drei Lüdenscheider nahmen das Urteil an.

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