Lüdenscheid: Viele Leser haben Hilfe angeboten

LÜDENSCHEID – „Nach dem Artikel in den Lüdenscheider Nachrichten haben sich viele Menschen gemeldet, die helfen möchten und sehr bemüht sind“, sagt Ursula Maluche.

Bei all diesen LN-Lesern möchte sich die Lüdenscheiderin auf diesem Wege bedanken – auch im Namen ihrer Töchter Svenja und Mary. Wie berichtet, leidet die zehnjährige Mary an Neurofibromatose und ist nach einer Tumoroperation an den Rollstuhl gefesselt. Zudem muss das Mädchen künstlich ernährt werden, da nach der Operation ein Tracheostoma, eine operativ angelegte Öffnung der Luftröhre nach außen, erforderlich wurde. Die 25-jährige Svenja sitzt ebenfalls im Rollstuhl. Die junge Frau kämpft sich nach einer Gehirnblutung und einem Schlaganfall mühsam zurück ins Leben.

„Nach dem LN-Artikel hat sich ein Vermieter gemeldet, der uns eine Wohnung in Meinerzhagen angeboten hat“, erzählt Ursula Maluche. Bezüglich der Größe und der behindertengerechten Ausstattung passe das Angebot gut, sagt die Lüdenscheiderin. „Wir könnten Mitte Mai einziehen“, berichtet sie, sieht allerdings ein Problem: „Es gibt keinen Keller und keine Garage. Deshalb wird es schwierig, Svenjas Elektro-Rollstuhl abzustellen und aufzuladen.“ Stauraum werde zudem für das therapeutische Dreirad, den Rollator und die vielfältigen medizinischen Pflegeartikel benötigt. „Hinzu kommt, dass wir weite Fahrstrecken in Kauf nehmen müssten, um die einzelnen Therapien weiterhin wahrnehmen zu können“, sagt Ursula Maluche. Dennoch freut sie sich über das Angebot aus Meinerzhagen: „Wir überlegen derzeit, wie wir unser Leben organisieren könnten, wenn wir in diese Wohnung einziehen.“ Die Lüdenscheiderin hofft parallel dazu noch auf weitere Angebote: „Marys Betreuerin vom Lüdenscheider Jugendamt hat uns Hilfe in Aussicht gestellt. Und vielleicht melden sich ja auch noch private Vermieter aus Lüdenscheid.“

Positives kann Ursula Maluche auch bezüglich der Suche nach einer Begleitperson für Marys Schulbesuche vermelden. Unter anderem hat eine pensionierte Ärztin Hilfe angeboten. „Allerdings konnten wir noch niemanden finden, der die Zeit hat, Mary jeden Tag zur Schule zu begleiten“, sagt Ursula Maluche. Nun hofft sie, dass sich vielleicht noch eine Krankenschwester findet, die beispielsweise an zwei Tagen pro Woche mit dem Mädchen zur Schule fahren würde: „Dann könnten sich die Begleiter die Wochentage teilen.“

Wer der Familie Hilfe anbieten möchte, kann sich bei Ursula Maluche, Telefon 01 76 - 78 46 10 24, melden. - cwi

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