Lüdenscheid: Verein strebt „Hermann-Reitz-Platz“ an

LÜDENSCHEID – Der unerwartete Tod des ersten Vorsitzenden Hermann Reitz vor einigen Wochen prägte die Vollversammlung des Bürgervereins zur Förderung des Schienenverkehrs (BFS). Hermann Reitz hatte dem BFS seit der Gründung 1978 mit großem Einsatz vorgestanden.

Der Bürgerverein zählt inzwischen 2000 Mitglieder, davon kommen 1000 allein aus dem Märkischen Kreis. „Wir wollen das Anliegen von Hermann Reitz im Sinne der Eisenbahn und der Bürger weiterführen“, versprach der 3. Vorsitzende Oliver Reitz. Das Amt des 1. Vorsitzenden werde erst im kommenden Jahr neu besetzt. So lange wird Oliver Reitz gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden Frank Schmidt die Vorstandsarbeit leiten.

Christian Frahm, der dem BFS bereits 1980 beitrat, berichtete im LN-Gespräch, er werde sich dafür einsetzen, dass der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) am Bahnhofsgelände „Hermann-Reitz-Platz“ genannt werde. „Es war bereits in den 80er-Jahren die Vision von Reitz, direkt am Bahnhof den ZOB anzusiedeln“, so Frahm. In diesem Jahr sei dies verwirklicht worden. Frahm möchte von seinem Antragsrecht bei der Stadt Gebrauch machen, teilte er mit.

Oliver Reitz wurde in seinem Amt als 3. stellvertretender Vorsitzender einstimmig bestätigt.

Den Jahresbericht legte Frank Schmidt den zahlreich erschienenen Mitgliedern vor. Der neue, barrierefreie Lüdenscheider Bahnhof sei näher zum Ortszentrum gelegen, worum sich der Verein bemüht habe. Die Anregung, ein NRW-weites Kursbuch vorzulegen, sei von den zuständigen Stellen engagiert verwirklicht worden. Auf Anregung des Vereins seien die Profilkanten an den Bahnsteigen Hagen vermessen worden, um zu klären, ob eine dritte Trittstufe zum einfacheren Ein- und Aussteigen ausgefahren werden könne. In der Folge sei das Ausklappen der ICE-Trittstufen genehmigt worden, da hierfür ausreichend Platz vorhanden sei. Es sei auch gelungen, mit der Abellio-Leitstelle zu vereinbaren, dass Zugverspätungen an die MVG weitergegeben werden, damit die Busse auf Umsteiger warten. Ferner will sich der Verein dafür einsetzen, dass ein ICE von Dortmund nach Wien auch durch das Lennetal und Siegen fährt und die Schnellbuslinie von Neuenrade bis Meinerzhagen verlängert wird.

Oliver Reitz teilte mit, dass in diesem Jahr verschiedene Fahrten angeboten werden. So wird es im Frühling eine sechstägige Sonderzugreise nach Wien geben, im Mai eine Tagestour nach Hamburg mit einer historischen E-Lok, eine Sommerreise nach Interlaken und im Oktober eine achttägige Sonderzugfahrt nach Brixen. Nähere Informationen sind beim Verein erhältlich. Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es eine Bilderschau mit Impressionen von Bürgerbahn-Veranstaltungen.

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