Überfall auf die Spielhalle "Im Ort" - Polizei bitte um Mithilfe

LÜDENSCHEID - Zwei bewaffnete Männer haben am Dienstag um 0.43 Uhr einen Raubüberfall auf das Spielcenter „Goldmine“ verübt. Zur Tatzeit befanden sich eine 51-jährige Mitarbeiterin und zwei Kunden in der Spielhalle, die unterhalb des Rosengartens in der Sackgasse Im Ort liegt.

Von Olaf Moos 

Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Nach LN-Informationen erbeuteten die Räuber mindestens 2000 Euro.

Die beiden Maskierten schienen sich in der „Goldmine“ auszukennen. Während der eine, mit einem Messer bewaffnet, direkt hinter den Tresen der Spielhallenaufsicht ging, lief der zweite in den Kundenraum und bedrohte die zwei Opfer – 26 und 38 Jahre alt – mit einer Schusswaffe. Die beiden Männer mussten die Hände hochnehmen und sich auf den Boden legen. Mit Bargeld aus der Kasse und aus dem Portemonnaie eines der Gäste rannten die Räuber hinaus und flohen in unbekannte Richtung.

Während der Juniorchef der „Goldmine“, Patrick Jäschke, die geschockte Mitarbeiterin ins Krankenhaus brachte und sie mit Beruhigungs- und Schlafmitteln versorgen ließ, konzentrierten sich in der Innenstadt Polizeikräfte aus dem ganzen südlichen Kreisgebiet. Die Sofortfahndung verlief jedoch ergebnislos. Zwischendurch erhielten die Beamten, etwa eine Stunde nach dem Überfall,, einen Tipp und eilten zu einem leerstehenden Wohnhaus an der Hochstraße, wo sie mindestens einen der Täter vermuteten. Als auf ihr Klopfen niemand öffnete, orderten sie einen Schlüsseldienst und ließen das Haus öffnen. Doch niemand war im Haus, die Spur lief ins Leere.

Seit Neueröffnung der „Goldmine“ im Jahr 1981 war das laut Patrick Jäschke der erste Überfall auf diese Spielhalle. „Das ist nämlich eine ganz sichere Adresse.“ Durch die dichte Bebauung wird die „Goldmine“ am Ende der Sackgasse für flüchtige Räuber zu einer Falle, aus der es im Zweifel kein Entrinnen gibt. Die beiden Gesuchten setzten bei ihrem Überfall offenbar auch deshalb auf Tempo.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Der erste Täter wird als jung beschrieben, trug einen dunklen Kapuzenpulli, Blue Jeans und weiße Puma-Sportschuhe und eine schwarze Sturmhaube über dem Gesicht. Er war mit einem Messer bewaffnet und hatte eine Plastiktüte bei sich, vermutlich von „Netto“. Sein Komplize ist sehr schlank, war dunkel gekleidet, trug eine glänzende schwarze Jacke, darüber eine schwarze Weste, hatte ebenfalls eine Sturmhaube und war mit einer schwarzen Pistole bewaffnet. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 0 23 51 / 9 09 90 entgegen.

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