Trödeln für die Flutopfer in Ostdeutschland

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Freuen sich auf Sonntag: Johanniter-Regionalvorstand Birgit Niehaus-Malytczuk, Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg, Daniel Intile (Caritas), Jutta Beißner (Johanniter) und Annette Rokotta von der Gemeinde Oberrahmede (von links).

OBERRAHMEDE - Sie haben sich zusammengetan, um blanke Not zu mildern: Gemeinsam wollen die Johanniter und die Evangelische Kirchengemeinde Oberrahmede Flutopfern in Ostdeutschland helfen. Beteiligt an dem humanitären Schulterschluss sind auch die Caritas und der Obdachlosen-Freundeskreis (OFK). Nutznießer der Hilfe werden die Bewohner des sächsischen Dorfes Lorenzkirch sein.

Die kleinen Ortschaften direkt an der Elbe gelten als besonders schwer vom Hochwasser betroffen. Erst unlängst waren Abgesandte der Caritas und des OFK als Fluthelfer in der Region im Einsatz. Johanniter-Akteure und Oberrahmeder Gemeindemitglieder kennen die Not dort noch allzu gut aus Zeiten der letzten Flut im Jahr 2002.

Im Zentrum der Lüdenscheider Hilfsofferte steht jetzt zunächst eine Aktion, die mit dem Titel „Trödelmarkt mal anders“ überschrieben ist. Die steigt am kommenden Sonntag von 12 bis 17 Uhr vor dem Oberrahmeder Kirchenhaus. Das Besondere dabei: Das erwirtschaftete Geld an diesem Tag kommt komplett den Flutopfern in Lorenzkirch und Umgebung zugute. Die Hobby-Trödelhändler verzichten auf einen eigenen Verdienst.

Man muss also am Sonntag eine Portion Idealismus mitbringen. Johanniter-Mitarbeiterin Jutta Beißner hofft dennoch, dass viele Bürger ihre Speicher und Keller nach Verkaufswaren durchforsten: „Wir sollten an die Menschen in den Flutgebieten denken. Die haben keinen Kaffee, die haben kein Essen, die haben nichts.“ Markt-Aufbau ist um 11 Uhr. Man kann, muss sich aber nicht vorher im Gemeindebüro anmelden. Bei Regen findet der Verkauf in den Gemeinderäumen und in der Kirche statt. Dazu gibt es ein Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. Für die Veranstaltung sind Essensspenden – etwa von Bäckern oder Metzgern – willkommen.

Außerdem wird Gemeindemitglied Bernd Küthe – ein Spediteur – schon bald mit einem Lastwagen mit Hilfsgütern gen Osten aufbrechen. Dafür werden noch Sachspenden gesucht. Die können jeweils zwischen 9 und 12.30 Uhr sowie von 16 bis 18.30 Uhr am Firmensitz in der Dönne 4 abgegeben werden. Nähere Auskünfte dazu erteilt das Gemeindebüro unter der Lüdenscheider Telefonnummer 52324 oder die Caritas (Telefon 905031). - dt

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