Lüdenscheid: Tierschützer wirft Stadt „Terror“ vor

Alfons Zabback sammelte binnen relativ kurzer Zeit fast 100 Hundehäufchen im Stadtpark auf.

LÜDENSCHEID – Die Diskussion um die frei laufenden Hunde im Stadtpark nimmt kein Ende. Jetzt schaltete sich der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Manfred Hardy, in die Debatte ein. Er droht der Stadt mit einem Hundesteuer-Boykott.

„Ich finde es unmöglich, dass die Leute von der Agendagruppe sich so aufspielen“, sagt Manfred Hardy. Er behauptet, beobachtet zu haben, wie ein Agenda-Mitarbeiter mit seinem Auto durch den Stadtpark gefahren sei und „ahnungslose Hundebesitzer angemacht“ habe. Auf dem Fahrzeug sei ein Schild „Agenda-Stadtpark“ befestigt gewesen. „Die führen sich auf wie die Polizei“, so Manfred Hardy verärgert.

Die Hundebesitzer hingegen wollen laut Auskunft Hardys die Verbote nicht hinnehmen. „Wir werden uns organisieren. Eine erste Maßnahme wird sein, die Einzugsermächtigung für die Hundesteuer zurückzuziehen. Wir zahlen diese Steuer ohne jegliche Gegenleistung von der Stadt“, so Manfred Hardy. „Es gibt doch wohl wichtigere Aufgaben für die Stadtstreife, als Hundebesitzer zu verfolgen und zu terrorisieren“, sagt der Tierschützer.

Bei der Stadt, so behauptet Manfred Hardy, seien bisher offiziell keine Beschwerden über frei laufende Hunde eingegangen. „Komisch, dass Herr Quest angeblich immer Anrufe bekommt“, wundert sich Hardy. „Da soll ein Mehrgenerationenspielplatz geschaffen werden, den kaum jemand will – dieses eingezäunte Areal wäre doch optimal für eine Hundewiese.“

Hundebesitzer Alfons Zabback opferte übrigens am Dienstag seinen freien Nachmittag, um die Wege des Stadtparks vom Hundekot zu befreien. Auf dem Weg von der Schutzhütte zum Altenheim schaufelte der rüstige Rentner – „bewaffnet“ mit einer Schippe – an die 100 Hundehaufen weg. Und das, obwohl rechts und links der Wiese jeweils ein Hundekotbeutelspender aufgestellt worden ist. Auch im unteren Bereich des Stadtparks war Zabback mit seiner Schaufel aktiv.

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