Dienstantritt von Christopher Rehnert 

Lüdenscheid statt Lünen: Neuer Feuerwehrchef ist 36 Jahre alt

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Christopher Rehnert (Mitte) hat gestern seinen Dienst als Feuerwehrchef angetreten – Martin Walter (rechts) und Dieter Dzewas hießen ihn willkommen.

Lüdenscheid – Der Wechsel an der Spitze der Lüdenscheider Feuerwehr wird fließend erfolgen: Am Donnerstag hat Christopher Rehnert (36) seinen Dienst angetreten, noch bis Ende März bleibt Martin Walter im Amt. Als eine seiner letzten Amtshandlungen begrüßte Bürgermeister Dieter Dzewas den neuen Mann an der Spitze des Fachdienstes in der Feuer- und Rettungswache am Dukatenweg.

Dzewas freut sich, dass es gelungen sei, jemanden aus dem Ruhrgebiet zu überzeugen, nach Lüdenscheid zu kommen – nicht zuletzt, weil Rehnert auch in Lünen Feuerwehrchef hätte werden können. Der junge Familienvater, der in Hagen wohnt, nannte zum einen den kürzeren Weg zur Arbeit als Punkt für die Bergstadt. Aber das Sauerland habe ihn auch wegen der „schönen Mentalität“ gereizt, sagt er. Die enge Verzahnung von haupt- und ehrenamtlicher Feuerwehr sei ein weiterer Pluspunkt, den er weiter pflegen möchte. Rehnert selbst hat seine Laufbahn bei der Freiwilligen Feuerwehr begonnen. „Ich kann mir nicht vorstellen, zum Beispiel in Dortmund oder Hamburg zu arbeiten.“ 

Veränderungsprozesse

Als besondere Herausforderungen empfindet der neue Feuerwehrchef die „positiven Veränderungsprozesse“, in denen die Lüdenscheider Feuerwehr sich befindet. Das betrifft die Planungen für die neue Feuer- und Rettungswache, aber auch für neue Gerätehäuser für die Freiwillige Feuerwehr, die noch für vier der fünf Löschzüge benötigt werden. Rehnert sieht es als seine Aufgabe an, die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte zu motivieren, gemeinsam an der Entwicklung der Feuerwehr zu arbeiten.

Erste Ziele

Jetzt heißt es für Christopher Rehnert ankommen im neuen Job. Dazu gehört es zum Beispiel, zunächst sein Büro einzurichten. Vor allem möchte er aber alle haupt- und ehrenamtlichen Kollegen und Kolleginnen kennenlernen und kündigt an, sich überall vorzustellen. Wichtig ist ihm darüber hinaus die Mitgliederwerbung für die Freiwillige Feuerwehr. Mit der Kinder- und Jugendfeuerwehr werde schon viel geleistet, aber auch ältere Männer und Frauen, zum Beispiel nach der Familienphase, möchte er reaktivieren oder neu gewinnen. Rehnert kann sich auch einen runden Tisch mit Arbeitgebern vorstellen, um die Bereitschaft zu erhöhen, Mitarbeiter für Einsätze freizustellen. Denn ausgebildete Feuerwehrleute bedeuteten auch einen Gewinn für Firmen als Brandschutzexperten und Ersthelfer.

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