Stadtstreife zeigt Drückern „Rot“

Das Lüdenscheider Ordnungsamt passt auf, dass keine Drücker die Stadt unsicher machen.

LÜDENSCHEID – Platzverweis für freche „Drücker“: Am Mittwoch hat die Stadtstreife des Ordnungsamtes erfolgreich eine sogenannte Drückerkolonne aus der Innenstadt entfernt.

In letzter Zeit, so heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung von gestern, habe das Ordnungsamt immer wieder Hinweise und Beschwerden aus der Bevölkerung erhalten, dass Passanten im Bereich Wilhelmstraße, Sternplatz und Rathausplatz angesprochen worden seien.

Abonnements-Werbung statt Spenden

Ziel der Gespräche sei es vordergründig gewesen, Spenden für ein Hilfsprojekt in Tansania zu sammeln. Im Verlauf der Gespräche habe sich allerdings herausgestellt, dass der Angesprochene zum Abschluss eines Abonnements verschiedener bekannter Zeitungen überredet werden solle.

Zum Verteilen dieser Handzettel beziehungsweise für den Abschluss solcher Verträge seien grundsätzlich Genehmigungen nötig, die das Ordnungsamt zusammen mit dem Amt für Bauservice auf Antrag prüfe und erteile. Um die Bevölkerung zu schützen und die Innenstadt von Papiermüll weitgehend frei zu halten, werde bei der Überprüfung derartiger An-träge ein strenger Maßstab angelegt.

 ie am Mittwoch tätige Truppe habe keine Genehmigung gehabt. Den vier in Zivil gekleideten Mitarbeitern der Stadtstreife seien schnell sechs junge Leute aufgefallen, die sich immer wieder den Weg durch die Wilhelmstraße gebahnt und hauptsächlich jüngeres Publikum angesprochen hätten. Während eines solchen Gesprächs sei der Stadtstreife der Zugriff gelungen.

Zwei „Drücker“ bereits mehrfach erwischt

Bei der Überprüfung der Personalien der „Drücker“ habe sich herausgestellt, dass zwei der insgesamt sechs Personen bereits mehrfach bei der verbotenen Tätigkeit des Abo-Verkaufs erwischt wurden. Alle sechs Personen erhielten ei-nen Platzverweis für den Innenstadtbereich; ihnen drohen Bußgeldverfahren.

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