Sechs Teilflächen sind betroffen

Stadt beseitigt Bauland - weil hier keiner wohnen will

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Symbolfoto

Lüdenscheid – Der Bedarf an Wohnbauflächen in der Bergstadt ist groß – dennoch sollen sechs dafür ausgewiesene Teilflächen an verschiedenen Stellen der Stadt zurückgenommen werden.

Allerdings, um stattdessen neuen Wohnraum in anderen Gebieten zu ermöglichen. Hintergrund ist, dass die Bezirksregierung Arnsberg für die Stadt Lüdenscheid einen rechnerischen Wohnbauflächenbedarf von fast 28 Hektar ermittelt hat. 

Ausgewiesen werden etwa 31 Hektar an vorhandenen Wohnbauflächenreserven. 

Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, über die die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt diesen Mittwoch im Ratssaal abstimmen sollen. 

Darin heißt es: „Um handlungsfähig zu bleiben und Ausweisungen von Wohnbauflächen an anderer Stelle zu ermöglichen, soll der Überhang [...] bereinigt werden.“ 

Um diese Flächen geht es

Stattdessen sollen die Flächen künftig anders genutzt werden. Betroffen sind folgende sechs Teilflächen: 

  • Brügge (zwischen Am Wittberge und Volmestraße), ca. 0,88 Hektar
  • Schlade, ca. 0,63 Hektar
  • Ahelle, ca. 0,26 Hektar
  • Rathmecker Weg, ca. 0,96 Hektar
  • Timbergstraße, ca. 0,38 Hektar
  • Versestraße (Brüninghausen, gegenüber Platestahl), ca. 0,28 Hektar. 

Bislang sind sie nicht bebaut worden, eine alsbaldige Bebauung sei auch nicht absehbar, heißt es in der Vorlage. 

Lärm, Randlage und fehlende Infrastruktur

Das liege zum Teil an der Topografie – etwa Gelände, das steil abfalle sowie die Nähe zum Wald, zu dem ein Abstand eingehalten werden muss – als auch an Lärm durch viel Verkehrs oder Gewerbe in der Nähe der Bereiche. Darunter die Volme- und die Versestraße. 

Doch auch eine oftmals in den Gebieten fehlende Infrastruktur und die Randlage im Stadtgebiet werden als Begründung angegeben, warum die Flächen noch ungenutzt sind. 

Voraussetzung für neues Wohnbauland

Notwendig sei die Rücknahme der Wohnbauflächen auch, um die Bebauung „Hintere Parkstraße“ zu ermöglichen. Auf dem ehemaligen Sportplatz Schöneck sollen 13 Grundstücke zur Bebauung von Einfamilienhäusern entstehen. 

Um die Fläche dafür nutzen zu dürfen, muss die Stadt an anderen Stellen abbauen – das sei laut der Bezirksregierung Arnsberg eine Voraussetzung, um den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern.

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