Mit Crowdfunding zu essbaren Landschaften

Marie Woeste und Lewis Zierke bauen auf dem Lüdenscheider Hof Woeste eine ökologische Landwirtschaft auf.
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Marie Woeste und Lewis Zierke bauen auf dem Lüdenscheider Hof Woeste eine ökologische Landwirtschaft auf.

Der Aufbau der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) Lüdenscheid geht mit dem Start eines Crowdfunding-Projekts in die nächste Runde. Die Schwarmfinanzierung übers Netz hat auch für die Geber Vorteile. Sie bekommen im Gegenzug Gelegenheit zu Kräuterwanderungen oder Gärtnereiführungen, können per Quiz-App eine Naturwanderung rund um den Hof erleben oder durch Patenschaften mit dem Projekt verbunden bleiben.

Lüdenscheid - Wie wär’s mit einer Ente zu Weihnachten? Nein, nicht für den Ofen, sondern als gesponserter Teil einer watschelnden Schneckenpatrouille, die auf Hof Woeste „die ungeliebten Gemüsekiller“ von dem fernhält, was der sorgfältig bearbeitete Boden hergibt. 150 Euro kostet eine Laufenten-Patenschaft, fünf sind zu vergeben. Damit gehört dem Sponsor die Ente zwar nicht, „du kannst Deine Patenente aber gerne besuchen“.

Die treibenden Kräfte Marie Woeste und Lewis Zierke – beide haben ökologische Agrarwissenschaften studiert – setzen ihre Idee von moderner, nachhaltiger Lebensmittelproduktion zielstrebig um. Auf Infoabende folgte im Februar dieses Jahres die Gründung des Vereins Solidarische Landwirtschaft Lüdenscheid. Nun wollen sie von Unterstützern Geld zur Finanzierung der nächsten Schritte sammeln. Den Anfang macht der Aufbau ihrer Gärtnerei, wofür 18 100 Euro benötigt werden. Das zweite Fundingziel ist umfassender: Mit 57 500 Euro könne man das Projekt voll entfalten – und unter anderem ein E-Bike mit Lastenanhänger zwecks nachhaltiger Mobilität auf dem Hof finanzieren.

Für den Woeste-Hof, seit Jahrhunderten in Familienbesitz und zuletzt ein Nebenerwerbshof, haben die jungen Leute klare Pläne: „Der Hof wird sich nach und nach zu einer essbaren Landschaft entwickeln, welche Menschen zukunftsfähig ernähren kann.“ Wer möchte, kann dazu beitragen, und goldene Brunnentaler (à fünf Euro) oder eine Brunnenbohrung „kaufen“ (1000 Euro). Wer will, übernimmt die Patenschaft für Werkzeug (25 Euro). Die Radhacke trägt dann auf Wunsch sogar den Namen des Finanziers.

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