Streit, Pöbeleien und Festnahmen nach dem EM-Spiel am Sauerfeld

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Mit polizeilicher Wucht und dem Gebrauch von Kabelbindern gingen Einsatzkräfte vorgestern am Sauerfeld gegen Randalierer vor. Es gab fünf vorläufige Festnahmen.

LÜDENSCHEID - Es sollte ein friedliches Fußballfest werden. Doch am Sauerfeld gab es in der Nacht zu Donnerstag Streit, Pöbeleien und tätliche Angriffe. Fünf Männer landeten vorübergehend in der Polizeizelle.

Von Olaf Moos

Schon am Samstag, beim Auftaktspiel der deutschen Mannschaft zur EM, hatte es im Rosengarten einen Polizeieinsatz gegeben, berichtet der Leiter der Polizeiwache, Hauptkommissar Bernd Kleine. Ein Mann, der ein sogenanntes Bengalo abgefackelt hatte, bekam einen Platzverweis und eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengwaffengesetz.

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Am Mittwochabend, als sich nach dem Abpfiff zahlreiche Fans vor dem Brauhaus versammelten, gerieten nach Polizeiangaben zwei Gruppen aneinander. Nach Angaben des Sicherheitsdienstes hatten sich die Kontrahenten schon während des Spiels gegenseitig „aufgeheizt“. Beim Zugriff der Polizei gab es zwei Platzverweise und eine vorläufige Festnahme.

Ganz lustig, aber nicht ungefährlich: Auch bei Autokorsos von Fußballfans, wie hier vorgestern Abend auf dem Sauerfeld, achtet die Polizei auf die Einhaltung der Anschnallpflicht.

Fast zeitgleich rollte ein hupender Autokorso das Sauerfeld rauf und runter. Die „Sheriffs“ hielten sich bereit, um nicht angeschnallte Fans, die, teils aus Schiebedächern gelehnt, Fähnchen schwenkten, zu ermahnen und notfalls zu bestrafen. Währenddessen griff ein 25-jähriger Lüdenscheider einen Journalisten an und beschädigte dessen Kamera. Der wehrte sich nach Kleines Angaben verbal, eine Gruppe von Fans hielt zu ihm, eine andere hielt dagegen.

Als eine Schlägerei drohte, griffen die Polizisten ein – und durch. Bei der Randale landete ein Haupttäter, mit Kabelbindern gefesselt, auf dem Asphalt. Er hatte zwei Promille Alkohol im Blut. Vier weitere Männer wurden „zur Durchsetzung von Platzverweisen“ in Gewahrsam genommen. Gegen zwei von ihnen erstattete die Polizei Strafanzeige wegen Widerstandes, Sachbeschädigung und versuchter Körperverletzung. Im Polizeibericht heißt es: „Alle anderen Fußballfans feierten ausgelassen aber friedlich den Sieg.“

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