Zwei Fahrzeuge stillgelegt

Neue Prüfplakette, doch alter Paketwagen qualmt gewaltig - Polizei vermisst „wertvollen Inhalt“

Da sah der Prüfer Schwarz: Der Crafter verlor massiv Öl. Die Polizei im Märkischen Kreis hatte in Lüdenscheid den Transporter aus dem Verkehr gezogen.
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Da sah der Prüfer Schwarz: Der Crafter verlor massiv Öl. Die Polizei im Märkischen Kreis hatte in Lüdenscheid den Transporter aus dem Verkehr gezogen.

Die Polizei hat in Lüdenscheid zwei Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen. An beiden stellten die Beamten erhebliche Mängel fest. Vor allem ein ehemaliger Paketwagen

Lüdenscheid - Am Dienstag hat der Verkehrsdienst der Polizei an der L 692 in Lüdenscheid (Autobahn-Abfahrt Nord) Fahrzeuge kontrolliert. Dabei fielen den Beamten zwei Fahrzeuge besonders auf, die zeitgleich heraus gewinkt wurden, wie die Polizei am Donnerstag berichtet.

Bei dem ersten Fahrzeug handelte es sich demnach um einen VW Crafter mit einer Zulassung aus Bochum und frischer Prüfplakette. „Der Qualm, der unter dem Wagen hervorquoll, konnte die diversen Mängel nicht verdecken. Wir haben den ehemaligen Paketwagen, der nun Schrott aufsammeln sollte, zur nächsten Prüfstation gebracht“, so die Polizei wörtlich.

Die Polizei im Märkischen Kreis stoppte einen ehemaligen Paketwagen mit diversen Mängeln und legte diesen still. Unter anderem stieß der Wagen enorme Abgasmengen aus.

Lüdenscheid: Ehemaliger Paketwagen ohne Katalysator - Bremsbacke an dünnem Draht

Dort kam so einiges ans Tageslicht: Der Katalysator war geöffnet und der „wertvolle Inhalt“ entnommen worden. Danach wurde der Behälter offenbar wieder zugeschweißt. Das führte laut Polizei auch zu dem enormen Abgas-Ausstoß - und nun zu einer Anzeige wegen Steuerbetrugs. „Denn die grüne Plakette trägt der Wagen nun zu Unrecht.“

Beim Blick unter den angehaltenen ehemaligen Paketlieferwagen fiel der Katalysator auf: Er wurde laut Polizei geöffnet, der „wertvolle Inhalt“ herausgenommen und wieder zugeschweißt.

Im Unfallwagen mit unzulässiger Rad-Reifen-Kombination durch Lüdenscheid

Damit nicht genug: Die Bremsen des ehemaligen Paketwagens erzielten teilweise nur zehn Prozent des vorgeschriebenen Mindestwertes, wie die Polizei berichtet. Eine Bremsbacke hing an einem dünnen Draht. Eine ordnungsgemäße Befestigung schien wohl zu aufwendig. „Wir haben den Transporter als verkehrsunsicher eingestuft, entsiegelt und sichergestellt und eine Strafanzeige geschrieben“, heißt es zu den Konsequenzen.

Bei dem zweiten Kfz handelte es sich laut Polizei um einen Pkw, Ford C Max mit Siegener Kennzeichen. Auffällig bei ihm: das schräg stehende rechte Hinterrad. Der Fahrer räumte ein, dass er vor fünf Monaten einen Unfall hatte, der offenbar die Achse verformt hat. Außerdem lief der C Max auf einer unzulässigen Rad-Reifen-Kombination, sodass Räder im Radkasten schleiften, wie die Polizei berichtet. „Auch diesen Wagen haben wir stillgelegt. Den Fahrer erwarten eine Geldbuße in Höhe von circa 300 Euro sowie Punkte im Zentralregister“, heißt es abschließend.

Gezielte Kontrollen führte die Polizei auch am Montag durch - dabei legten sie marode Kleintransporter still. Bei diesem lebensgefährlichen Pfusch im MK traute der Gutachter seinen Augen kaum.

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