Erst Jubel, dann Einspruch, dann Jubel

Patrick Reinsch-Stöckel aus Lüdenscheid ist Kreisschützenkönig

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Patrick Reinsch-Stöckel freut sich im Kreis der Insignienschützen über der errungenen Titel – nicht im Bild ist Frank Bergamot, der den Apfel heruntergeschossen hat. Sein Verein, der BSV Deilinghofen, hatte mit dem BSV Hemer Einspruch gegen die Entscheidung für den BSV-Schützenkönig erhoben.

Lüdenscheid - Patrick Reinsch-Stöckel, Schützenkönig beim Bürger-Schützen-Verein (BSV) in Lüdenscheid, ist nun auch Kreisschützenkönig im Märkischen Kreis.

Den Erfolg der Schützen aus der Bergstadt komplettiert Sarah Klüppelberg, amtierende Jungschützenkönigin der Lüdenscheider Schützengesellschaft (LSG), als Jungschützenkönigin im Schützenkreis Lüdenscheid.

Ausrichter beider Veranstaltungen war am Samstag der Brügger Schützenverein, der in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen feiert. In der Brügger Vereinshalle gingen zunächst die Jungschützen an den Start, mit Mitgliedern aus fünf Vereinen aus dem Schützenkreis Lüdenscheid: dem BSV und der LSG aus Lüdenscheid, dem Brügger Schützenverein sowie dem Hülscheider und dem Herscheider Schützenverein.

Im Wettbewerb um die Insignien konnten alle Jungschützen antreten, die beim Westfälischen Schützenbund gemeldet sind. Und auch dabei dominierte die LSG: Sarah Klüppelberg holte sich die Krone mit dem 43. Schuss, Henning Gauls den Apfel (62. Schuss) und Tim Hunstiger den rechten Flügel (35. Schuss). Das Zepter schoss Marie Hoffmann vom Hülscheider Schützenverein ab (39. Schuss) und den linken Flügel Justin Schmidt vom BSV (35. Schuss). Das Schießen auf den Vogel blieb den Jungschützenkönigen und -königinnen vorbehalten.

Am Nachmittag traten schließlich Schützenkönige von 15 Vereinen aus dem gesamten Märkischen Kreis beim Kreiskönigsschießen an. Dabei wurden sie unterstützt von Abordnungen ihrer jeweiligen Vereine. Als Insignienschützen erfolgreich waren zunächst Gerd Nübold (Krone) vom Brügger Schützenverein, Frank Bergamot (Apfel) vom BSV Deilinghofen, Sven Rother (Zepter) aus Eiringhausen, Thorsten Scholz (linker Flügel) vom BSV Bredenbruch und Dirk Graewe (rechter Flügel) vom BSV Kesbern.

Der Rumpf des Vogels erwies sich als hartnäckig – und erst nachdem das Aufsichtsgremium über einen Einspruch der Schützenvereine aus Hemer und Deilinghofen entschieden hatte, stand Patrick Reinsch-Stöckel endgültig als Kreisschützenkönig fest. Andreas Schreiber vom Werdohler Schützenverein verkündete als Koordinator des Arbeitskreises der Märkischen Schützenkönige das Ergebnis der Beratung des Gremiums. Der Schützenkönig des BSV hatte den Vogel mit seinem letzten Schuss erheblich ins Wanken gebracht, aber er fiel nicht.

Die Statuten des Schießens, die der jeweils gastgebende Verein im Vorfeld festlegt, besagten, dass es ausreichte, wenn der Vogel sich ohne Widerstand von der Stange heben ließ, so dass Michael Kipar, der die Aufsicht beim Schießen führte, nach diesem Schuss kontrollierte, ob der Rumpf freigeschossen war. Das war der Fall und Reinsch jubelte bereits, als der Einspruch erfolgte. Das Aufsichtsgremium musste daraufhin klären, ob nicht möglicherweise schon ein vorangegangener Schuss den entscheidenden Treffer gelandet haben könnte.

Nach kurzer Beratung verkündete Schreiber das einstimmige Ergebnis zugunsten von Patrick Reinsch-Stöckel.

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