Brennender Lkw stand in Parkverbotszone

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Kurz vor der Einmündung endet die Parkverbotszone.

Lüdenscheid - Der brennende Lastwagen auf der Elbinger Straße, der in der Nacht zu Montag für einen Großalarm gesorgt hat, hätte dort nicht geparkt werden dürfen. Der komplette Abschnitt zwischen Königsberger Straße und Bräuckenstraße gilt als Parkverbotszone. Doch für lückenlose Kontrollen fehlt es im Außendienst des Rechts- und Ordnungsamtes an Personal.

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Zwar liegt die Elbinger Straße „außerhalb der Ortsdurchfahrt“ in der Baulast des Landesbetriebs Straßen.NRW, wie dessen Sprecher Michael Overmeyer im LN-Gespräch sagt – und ist deshalb keine städtische Straße. Und der Landesbetrieb hat auch die Parkverbotsschilder aufgestellt. Overmeyer: „Aber welche Schilder, das hat die Stadt entschieden. Die wollte das Parkverbot.“ Auch die Überwachung des ruhenden Verkehrs sei Sache der Stadt, Baulast hin oder her.

Bilder vom Drama am Montag:

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Anwohner der Elbinger Straße und der gegenüber einmündenden Hüttemeisterstraße machen aber seit Jahren immer dieselbe Beobachtung: Nachts und vor allem an Wochenenden reiht sich auf der Elbinger Straße ein geparkter Lkw an den anderen. Das Parken ist laut Schild „in gekennzeichneten Flächen erlaubt“, bloß: Es gibt keine Kennzeichnungen auf der Fahrbahn.

„Parken in gekennzeichneten Flächen erlaubt“, heißt es auf dem Verbotsschild. Doch auf der Fahrbahn der Elbinger Straße finden sich keine gekennzeichneten Flächen.

Die Mutmaßungen eines Anliegers, er will namentlich nicht genannt werden, klingt naheliegend: „Hätte die Stadt das Parkverbot wirksam durchgesetzt, hätte dort kein Lastwagen gestanden und wäre folglich dort auch nicht ausgebrannt“ – und der immense Schaden im Kanalsystem wäre nicht entstanden. Er, so der Anwohner weiter, habe „im Rathaus jahrelang und immer wieder“ auf Verstöße hingewiesen.

Der zuständige Fachbereichsleiter Wolff-Dieter Theissen weist auf die prekäre Haushaltslage der Kommune und den damit verbundenen Personalnotstand hin. „Wenn uns aber wiederholte Verstöße bekannt werden, dann kontrollieren wir schwerpunktmäßig.“ So habe der Außendienst auf der Elbinger Straße seit Ende Juni 2011 bis heute 111 Knöllchen wegen verbotenen Parkens verteilt.

Offenbar immer noch nicht genug, wie die folgenschweren Ereignisse zeigen. Denn nach Beobachtungen der Anwohner stehen „immer dieselben Wagen“ in der Parkverbotszone. Theissen: „An irgendeiner Stelle müssen wir dann einfach passen.“ So lasse es die Personaldecke nicht zu, an Wochenenden oder nachts Verbotsübertritte zu ahnden. „Wir konzentrieren uns vornehmlich auf die Innenstadt.“ 

Olaf Moos

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