Historischer Weihnachtsmarkt: Von Trübsal keine Spur

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Der Lions Club Lüdenscheid Minerva engagierte sich für den guten Zweck. Heiße Schokolade und Kinderpunsch schenkten die Frauen aus.

Lüdenscheid. Wettertristesse machte Ausstellern und Besuchern am Wochenende beim 2. Historischen Weihnachtsmarkt in der Altstadt rund um die Erlöserkirche zwar das Leben schwer, aber alle Beteiligten machten das Beste draus. Am heutigen Sonntag wird der Weihnachtsmarkt noch bis 18 Uhr geöffnet sein.

Regen, Kälte und kräftiger bis stürmischer Wind wehten den Lüdenscheidern ungemütlich ins Gesicht. Teilweise schüttete es wie aus Kübeln. Entsprechend mau gestaltete sich der Besuch des liebevoll hergerichteten Weihnachtsdorfs mit seinen schmucken Holzbuden, seinem Lichterzauber und abwechslungsreichen Angebot.

Nach Schneeverwehungen im Vorjahr, die – nach einem Bilderbuchstart – zum vorzeitigen Ende des Marktes führten, versank die Veranstaltung diesmal förmlich im Regen. Sogar das geplante Band-Konzert auf der eigens für das dreitätige musikalische Rahmenprogramm aufgebauten Bühne fiel am Freitag buchstäblich ins Wasser. „Zu gefährlich“, signalisierte die Technik wegen der Nässe.

„Das ist sehr schade“, meinte Sigrid Schroeder, 1. Vorsitzende des Altstadt-Vereins, bedauernd. „Alle haben sich Mühe gegeben. Die Buden sind noch liebevoller dekoriert als letztes Jahr.“ Zwei Glühwein-Stände steuerten die Altstädter als Organisatoren zum Gelingen des Marktes bei.

2. Historischer Weihnachtsmarkt in der Altstadt rund um die Erlöserkirche

In der Tat ließ das Angebot keine Wünsche an einen Weihnachtsmarkt offen. Aus vielen Buden duftete es verführerisch nach Heißgetränken und winterlichen Gaumenfreuden. Von Reibeplätzchen bis Pulled Pork, von Wildwurst bis zu Rosmarinkartoffeln, Champignons, Flammkuchen, Maronen, Crêpes und vielem mehr reichte das kulinarische Angebot. Zwischen Regionalem wie Rönsahler Weihnachtsbier und Südländischem wie erhitzter Sangria, Glühwein, heißer Schokolade als Seelentröster und anderen Heißgetränken hatten die Besucher die Qual der Wahl.

Viel selbst Gemachtes – genäht, gehandarbeitet, gesägt, gebastelt, aus Holz, Papier und anderen Materialien gefertigt – war zu finden. Mit Marmelade, Likören und Obstbränden, Chutneys, Keramik, Geschenkartikeln, Naturseifen, Wollsachen, Taschen aus Recyclingmaterial und vielen anderen ausgefallenen, dekorativen und individuellen Dingen konnten sich die Besucher eindecken.

Wer noch Ideen für Weihnachtsgeschenke, nette Mitbringsel oder Deko für die eigenen vier Wände suchte, wurde fündig – ob er nun nach nostalgischen Schneekugeln, Plätzchendosen, Musikgeschenken oder fantasievollen Weihnachtskarten Ausschau hielt. Ebenso, wer nach erlesenen Gaumenfreuden für die Festtafel, Extras zum Würzen und Abschmecken oder zum Naschen suchte.

Mehr als 30 Standbetreiber – darunter „Wiederholungstäter“ vom Vorjahr und neue Anbieter – luden zum Bummel durch die weihnachtliche Budenstadt ein. Heimische Gastronomen, Händler aus der Oberstadt, die Versöhnungskirchengemeinde, CVJM, Serviceclubs, Kindergärten und viele andere machten beim Markt mit. Sogar „Start-up“-Betreiber, die zum ersten Mal bei einem Markt mitmachten, waren dabei.

„Ich will die Begeisterung für Alpaka an die Lüdenscheider weitergeben“, meinte da etwa Meike Leonhard lachend. Selbst das miese Wetter konnte ihre gute Laune nicht erschüttern. Mit dem Erlös Gutes zu tun kam beim Markt gleichfalls nicht zu kurz. Unter anderem für das Tierheim und ein Kinderheim in Köln sowie für das Kinderhospiz Balthasar engagierten sich Standbetreiber.

Trotz des Regens ließen sich die Lüdenscheider am Samstagabend den Auftritt des Gospelchores Heavens Gate und des Duos Two Feelings nicht entgehen. Dass der Nikolaus nicht regenscheu war, freute besonders die Kinder.

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