Coronavirus in Lüdenscheid: Hotel an der Parkstraße kämpft ums Überleben

Mercure-Hotel: Vom Heimat-Büro ins Home-Office mit Rundum-Service

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170 Zimmer stehen im Mercure für stressfreiees Arbeiten zur Verfügung.

Lüdenscheid - Auch für Hotelbetreiber sind harte Zeiten angebrochen. Das Team des Lüdenscheider Mercure-Hotels denkt aber gar nicht daran, aufzugeben.

„Wir wollen nicht schließen. Wir kämpfen!“ Angela Wolf, im Mercure-Hotel an der Parkstraße verantwortlich für Veranstaltungen oder Tagungen, lässt trotz Corona-Pandemie den Kopf nicht hängen. Mit frischen Ideen geht das Team des Hotels den Weg nach vorn und bietet ab sofort die Hotelzimmer als Business-Home-Office-Tageszimmer an.

Im Hotel an der Parkstraße ist es still geworden. 170 Zimmer, nur einige davon sind belegt durch Gäste, die auf Dienstreisen sind. Reisen mit touristischem Hintergrund sind vorerst bis 30. April untersagt.

„Die Zimmer haben einen Balkon zum Frische-Luft-Schnappen und superschnelles W-Lan sowieso. Bei 170 Zimmern sind die Gäste auch nicht dicht an dicht, sondern weit genug auseinander.“

Im Mercure geht man in Sachen Überlebenskampf sogar noch einen Schritt weiter. Es wird nach Wunsch frisch gekocht. Das Restaurant ist zwar geschlossen, „aber wir sind da total flexibel. Wer essen will, bekommt Essen. Und die Gäste sind so dankbar dafür, dass wir das machen und sie nicht selbst einkaufen müssen. Ich hatte einen Gast hier, der wollte so gerne ein Pastagericht. Da hat unser Koch halt eins gemacht.“

Überlebenskampf in Zeiten des Coronavirus

Rund 30 Euro kostet das Mercure-Home-Office am Tag und bietet, so Angela Wolf, „ruhige Zimmer bei Bedarf mit Getränken und Snacks. Wir bringen das bis vor die Zimmertür mit Handschuhen und stellen das ab. Wir wollen so zum einen unsere Mitarbeiter und zum anderen den Gast schützen.“

Von 8 Uhr morgens bis 18 Uhr stehen die Zimmer zur Verfügung, um stressfrei zu arbeiten: „Wir können das nicht gratis anbieten. Wir haben ja auch Kosten damit. Zum Beispiel desinfizieren wir die Zimmer nach der Abreise. Aber wer nicht nur tageweise, sondern vielleicht mal eine Woche bucht, da kann man über den Preis verhandeln. Vielleicht übernimmt ja sogar der eine oder andere Arbeitgeber die Kosten.“

„Wir wünschen allen Gästen und Mitarbeitern, dass wir diese Krise gemeinsam möglichst gesund durchstehen. Jeder Einzelne von uns erlebt gerade Einschränkungen und Sorgen. Umso wichtiger ist es jetzt, zusammenzuhalten und gemeinsam stark zu sein. Bleibt zu Hause, wenn es möglich ist, und passt auf Euch auf“, heißt es seitens des Mercure-Hotels über Facebook.

Angela Wolf hatte vor dem Ausbruch der Pandemie „noch so viele schöne Sachen vor und viele Veranstaltungen geplant. Aber das ist ja nicht so wie in einer Wirtschaftskrise. Da ist ja jede Branche betroffen. Wir hoffen, dass der Großteil der Leute da gesund durchkommt.“

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