Parkgebühren für 2013 auf der Tagesordnung:

Mehr „Knöllchen“, weniger Gebühren auf Parkplätzen

LÜDENSCHEID ▪ Die Einnahmen durch Parkgebühren im Jahr 2012 werden den Haushalt der Stadt nicht weiter entlasten. Die Lüdenscheider Stadtmarketing (LSM) GmbH hat im vergangenen Jahr an den Parkscheinautomaten 30 000 Euro weniger eingenommen als 2011.

Wie LSM-Geschäftsführer Jörg Marré sagt, betrugen die Einnahmen 2011 noch 747 000 Euro, 2012 nur 717 000 Euro. Alles in allem, so Marré weiter, seien die Einkünfte an den Automaten „eigentlich stabil“ geblieben. Aber: Ein deutliches Minus sei auf der Parkpalette Turmstraße zu verzeichnen. Durch die Baustelle der Lüdenscheider Nachrichten an der Schillerstraße und die damit verbundenen Sperrungen und Behinderungen sei der Weg zur Turmstraße für viele Autofahrer „zu umständlich“, sagte Jörg Marré. Die Verluste allein auf dieser Parkpalette summieren sich nach LSM-Berechnungen für 2012 auf 27 500 Euro.

Das Thema Einnahmeverbesserung bei Parkgebühren steht in diesem Jahr auf der Tagesordnung der Planer. Welche der Vorschläge, die eine Projektgruppe der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung dazu im Juni entwickelt hat (wir berichteten), umgesetzt werden, mag Marré nicht voraussagen. „Die Diskussionen darüber laufen gerade erst an, Ergebnisse gibt es noch nicht.“ Auch die Forderung der Studenten, die verlustträchtige „Brötchentaste“ an den Parkscheinautomaten abzuschaffen und so die Gewinne zu steigern, sei noch nicht abschließend bewertet. Marré: „Ich gehe davon aus, dass das dieses Jahr besprochen wird.“

Während es 2012 weniger Gebühreneinnahmen auf öffentlichen Parkplätzen gegeben hat, scheint die Überwachung des ruhenden Straßenverkehrs ein zunehmend florierendes Geschäft zu sein. Stadtpressesprecher Wolfgang Löhn spricht von einer Steigerung der Einnahmen durch Verwarnungs- und Bußgeld von 47 695 Euro.

Demnach hat die Stadt im vergangenen Jahr auf Parkplätzen 421 529 Euro mit „Knöllchen“ verdient, 2011 waren es noch 373 834 Euro. Die Fallzahlen sind im selben Zeitraum von 25 707 auf 34 612 geklettert – trotz abnehmender Personalstärke bei der Stadtwacht, so Löhn.

omo

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