Internetseiten von Stadt und Kreis im Test der Grünen-Landtagsfraktion

Die Internetseite der Stadt Lüdenscheid lässt sich für Menschen mit Sehschwäche auf eine Hochkontrast-Version umstellen. Während die normale Version schwarze Schrift auf weißem Grund bietet, ist es bei der speziellen Version genau andersherum.

Lüdenscheid/Märkischer Kreis - Die Internetseite der Stadt Lüdenscheid belegt in einem Vergleich der Online-Auftritte von 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen Rang 87. Die Webseite des Märkischen Kreises landet im Vergleich der 31 Kreise auf Platz 21. Tester ist die Landtagsfraktion der Grünen.

Unterstützt haben den Online-Check Experten der Stiftung „Open Knowledge Foundation“, die sich für offenes Wissen, transparente Daten und maximale Bürgerbeteiligung einsetzt.

Wie es auf der Homepage der Grünen heißt, wurde anhand von vier Themen-Blöcken gewertet.

Verwaltungsvorgänge vom Sofa aus erledigen

Im Block „E-Government“ habe man untersucht, welche Angebote es gibt, um Verwaltungsvorgänge online und dadurch schnell und unkompliziert von zu Hause aus zu erledigen.

Der Märkische Kreis (www.märkischer-kreis.de) etwa bietet im Rahmen der Fahrzeugzulassung eine Online-Reservierung des Wunschkennzeichens an, wie ein Klick auf die Seite zeigt.

Die Politik mit Hilfe des Internets mitgestalten

Der zweite Block mit dem Titel „Open Government“ habe einen Test beinhaltet, wie die Bürger bei Entscheidungsprozessen eingebunden werden und die Politik in ihrer Stadt mitgestalten können, heißt es seitens der Grünen.

Die Stadt (www.luedenscheid.de) bietet beispielsweise ein Online-Formular an, mit dem Bürger Anregungen oder Beschwerden einreichen können, ohne ins Rathaus kommen zu müssen.

Zugriff auf Informationen aus der Verwaltung

Unter das Stichwort „Open Data“ seien folgende Fragen gefallen: „Wie transparent sind die Rathäuser? Welche Daten und Informationen werden proaktiv von den Verwaltungen im Internet zur Verfügung gestellt?“

Die Stadtverwaltung beispielsweise bietet auf ihrer Webseite unter dem Reiter „Rathaus + Bürger“ ein Informationspaket dazu, was jeweils die Aufgaben der Politik und der Verwaltung sind. Der Homepage-Besucher kann unter anderem Unterlagen zu Rats- und Ausschusssitzungen herunterladen.

Auch der Kreis bündelt Informationen aus der Kreisverwaltung und dem Kreistag sowie zu den Finanzen des Kreises.

Barrierefreiheit am Comupter

Abschließend, so die Grünen, habe man unter „Weiteres“ verschiedene Kriterien bewertet. Dazu heißt es: „Hier geht es unter anderem um die Barrierefreiheit der Angebote, zum Beispiel ob sich Schriftgröße und Kontrast regeln lassen oder ob es eine automatische Sprachausgabe der Seiten gibt.“

Ein Klick auf die Homepage der Stadt zeigt, dass sich die Schrift in drei verschiedenen Größen anzeigen lässt und es eine Hochkontrast-Version der Seite für Menschen mit Sehschwäche gibt.

Die auf der Homepage eingebundenen Bilder lassen sich vergrößern und auch eine Vorlesefunktion macht es blinden Menschen möglich, die Inhalte zu erfassen.

Städte und Kreise als Vorbild

Der öffentliche Sektor sei der Motor für die Digitalisierung der Gesellschaft, stellten die Grünen fest. - dpa/kk

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