Pläne in Lüdenscheid vorgestellt

Phänomenta-Brücke als eleganter 53-Meter-Bogen

Über die sich verjüngende Treppe soll es künftig auf die Brücke gehen, die von zwei elegant geschwungenen Metallbögen getragen wird. Der Weg führt in Richtung Phänomenta und Gustav-Adolf-Straße, der Fahrstuhl soll für Barrierefreiheit sorgen.

LÜDENSCHEID - Sie ist 53 Meter lang, bis zu 5,50 Meter hoch und hat eine Laufbreite von drei Metern. In einem eleganten Bogen soll sich das Tragwerk der neuen Brücke zwischen der Phänomenta und dem Campus vor der Fachhochschule über die Gleise am Bahnhof spannen.

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Das Bauwerk ist nun weitgehend durchgeplant, und den Entwurf bekamen die Politiker aus Bau- und Planungsausschuss jetzt in ihrer gemeinsamen Sitzung zu sehen. Die Londoner Architekten von DKFS, die im Wettbewerb zuvor 15 weitere Büros ausgestochen hatten, präsentierten im Ratssaal den aktuellen Stand. Demnach beginnt die Brücke auf dem FH-Vorplatz mit einer 6,80 Meter breiten Treppe, die sich nach oben hin wie die Brückenbögen auf drei Meter verjüngt. Der Lauf führt geradewegs zum Vorplatz der Phänomenta am Beginn der Gustav-Adolf-Straße. Getragen wird der Weg von zwei metallenen Bögen, die Bumerangs nicht unähnlich sind.

Deutlich wurde im Ausschuss: Die Briten haben sich viele Gedanken dazu gemacht, dass ihr Bauwerk zu einem Science-Center gehört. Aus diesem Grund soll die Brücke beim Begehen leicht schwingen – allerdings nicht so stark wie die Londoner Milleniumbrücke über die Themse. Diese Brücke, entworfen von Lord Norman Foster, musste in Nachhinein ruhiger gestellt werden. Schon der Fahrstuhl, mit dem in Lüdenscheid alle Phänomenta-Besucher auch barrierefrei auf die Brücke gelangen können, soll mit Erläuterungen zu seinem Hebemotor oder der Hydraulikpumpe versehen werden.

Die Gustav-Adolf Straße soll zur Brücke hin etwas angehoben werden, um die Steigung möglichst flach zu halten. Am anderen Ende der Brücke sollen Podeste, Sitzinseln und Grünflächen Campus-Flair schaffen, unterstützt durch eine noch nicht vergebene Ausleuchtung. Hierfür komme, hieß es im Ausschuss, auch die DIAL GmbH als kundige Nachbarin an der Bahnhofsallee in Frage. Sogar der Boden des Platzes soll glitzern. Als Reminiszenz an die Bahn seien Gleisschotterhaufen als Platzelemente gedacht, die mit Epoxidharz gebunden sind.

Die Planung gefiel den Politikern gut, indes gab es auch Anregungen. So wurde gefragt, ob eine Edelstahlrinne die Brücke auch fürs Mitführen von Fahrrädern tauglich machen könne – die 1,10 mal 1,40 große Glasbox des Aufzugs reicht dafür nicht aus.

Ferner kam die Frage nach der Reinigung auf: Wenn man eine Bodenheizung wie auf der Stern-Center-Brücke einbaue, dann könne dies doch den Winterdienst sparen. Hier zeigten sich die Architekten eher skeptisch: Es gehe um eine Fläche von mehr von 225 Quadratmetern. Um darauf Schnee zu schmelzen, bräuchten Heiz-Elemente enorme Energie.

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