Letzter Tag für Gehölzarbeiten - was sie ab morgen wissen müssen

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Nicht nur die städtischen Einsatzkräfte sind - wie hier am Eselsrücken - im Einsatz, sondern auch Privatleute. Ab Freitag gelten Reglementierungen.

Lüdenscheid - Laut Bundesnaturschutzgesetz ist der Schnitt von Bäumen, Hecken und Sträuchern ab Freitag reglementiert. 

In Paragraf 19, Absatz 5. heißt es: „Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen, ist verboten."

Zulässig seien aber weiterhin schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.

Nicht nur städtische Einsatzkräfte sind zurzeit Tag für Tag unterwegs, um Schnitt und Form in die Natur zu bringen, auch Privatleute schneiden und sägen vor ihren Haustüren und in ihren Gärten. Kaum war der Schnee geschmolzen, wurden an allen Ecken und Enden die Motorsägen angeworfen und die Heckenscheren aus dem Keller geholt. 

Das zeigt sich umgehend auch auf dem Recyclinghof des STL am Fuhrpark. „Im Januar wurden knapp 18 Tonnen Grünabfälle auf unseren Hof gebracht, im Februar waren es bisher 18,3 Tonnen, und der Februar ist ja noch nicht rum“, sagt Andreas Fritz. Sie werden zur Kompostieranlage der Firma Lobbe nach Iserlohn gebracht.

Wenn der Februar aber herum ist, dann war’s das auch. Denn das Bundesnaturschutzgesetz verbietet das große Stutzen ab dem 1. März. Das hat seinen guten Grund: Die Vorschrift dient dem Vogelschutz, denn die Tiere suchen im Frühjahr nach Brutplätzen. Gerade in Hecken und Gebüschen finden sie geeignete Stellen, um Nester zu bauen.

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