DRK Lüdenscheid lässt Kunstblut fließen

Weil es sich um eine Übung handelte, war der kurze Blick in die Kamera erlaubt: 25 Personen aus dem Rettungsdienst beteiligten sich am Wochenende an einer Fortbildung im DRK-Heim an der Hochstraße.

LÜDENSCHEID ▪ Das Kunstblut floss in Strömen, die bleich geschminkten „Opfer“ sorgten beim Betrachter mitunter für einen leichten Schauer. „Unsere Maskenbildner haben wirklich gute Arbeit geleistet“, schmunzelte dann auch Rotkreuz-Mann Marc Mißbach.

Hintergrund der spektakulären Szenerie im DRK-Heim an der Hochstraße war eine zweitägige Fortbildung für Personal aus dem Rettungsdienst. Neben Theorie standen dabei etliche praktische Übungen auf dem Programm.

Für die rund 25 Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet war es dabei zweifelsohne eine ausnehmend wichtige Veranstaltung. Denn wenn es im Ernstfall um Leben und Tod geht, muss jeder Handgriff sitzen. Was wiederum entsprechendes Wissen und Training voraussetzt. Ausrichter der Weiterbildung war der DRK-Stadtverband Lüdenscheid. Eine mindestens 30-stündige Fortbildung pro Jahr gilt für Rettungsdienstpersonal als obligatorisch, wie Marc Mißbach weiß. Mißbach trat bei der Veranstaltung am Wochenende neben anderen DRK-Experten auch als Dozent in Erscheinung.

Der Theorie-Block war bei der Fortbildung ein Schwerpunkt. Vor allem bei den Fallbeispielen konnten die Schulungs-Teilnehmer dann ihre praktischen Fertigkeiten zeigen und trainieren. An vier Station galt es dabei, die unterschiedlichsten Notsituationen zu bewältigen.

An einer Station musste die Versorgung eines Mannes mit Drogenvergiftung geprobt werden, an der nächsten ging es um die Betreuung eines „Patienten“ der sich nach einem Leitersturz schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte. Geübt wurde auch die Reaktion der Retter bei Herzinfarkt-Verdacht und bei Stichverletzungen.

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