Lüdenscheider Kulturhaus bleibt Aufreger-Thema

Stadtspitze versichert: Kündigung von Rebecca Egeling liegt nicht vor

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Rebecca Egeling.

Lüdenscheid - „An mich hat noch nie einer eine Kündigung geschickt, aber ich kann mir das nicht vorstellen, dass die Kündigung im Haus liegt und ich nichts davon weiß. Da gibt es bei uns die kleine Telefonkette.“ Dr. Karl-Heinz Blasweiler, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer, wusste auf LN-Nachfrage nichts von einer Kündigung Rebecca Egelings.

Im Online-Portal der Rheinischen Post wird die Kulturhausleiterin mit den Worten „Dort wollte man eine eierlegende Wollmilchsau. Aber das bin ich nicht“ zitiert. Und weiter: „Das Arbeitsverhältnis in ihrer Heimatstadt hat sie gelöst.“

Bekanntlich tritt Egeling am 1. Oktober in Remscheid eine halbe Stelle als künstlerische Leiterin an.

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„Wie Sie wissen, habe ich im Mai ein Vorstellungsgespräch als künstlerische Leitung für das Theo Otto Theater in Remscheid wahrgenommen, mit dem Ergebnis, dass mir die Stelle angeboten wurde. Ich habe der Stadt Lüdenscheid die Teilung meiner Stelle in kaufmännische Leitung/Künstlerische Leitung angeboten und stehe grundsätzlich für die Künstlerische Leitung weiterhin zur Verfügung. Ich gehe aber davon aus, dass es hierzu nicht kommen wird – bzw. dass diese Stelle, wenn sie meinen Empfehlungen folgend geteilt wird, mir nicht angeboten werden wird“, schrieb Egeling in der vergangenen Woche mit der Bitte um Weiterleitung an das Kulturmanagement und ihre Mitarbeiter.

„Üblicherweise schickt man eine Kündigung an den Dienstherren, in diesem Fall den Fachdienst Personal oder an den obersten Dienstvorgesetzten Bürgermeister Dzewas“, sagt Blasweiler.

Eine Neubesetzung der Kulturhausleitung sei insofern nicht ganz einfach, als dass die Stelle mit politischer Beteiligung ausgeschrieben war und künftig auch sein wird: „Der Wind im Kulturhaus hatte sich ja lange schon gedreht. Stefan Weippert hat das Haushaltssicherungskonzept am eigenen Leib erfahren müssen und schlug seinerseits Personalreduzierungen vor. Und das Vermietungsgeschäft läuft halt auch nicht mehr so wie früher. Das setzt Personal voraus, und das haben die da nicht.“

Auch Bürgermeister Dieter Dzewas war nichts von einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses bekannt. Er habe die Meinungen der Fraktionen zu dem Vorschlag der halben Stelle angefordert. Die Kulturhausleiterin selbst wollte auf LN-Anfrage keine Auskunft geben.

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