Im Kirchturm von St. Joseph und Medardus bilden sich Pfützen

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In den Kirchturm von St. Joseph und Medardus dringt regelmäßig Regen ein.

LÜDENSCHEID - Wasser im Kirchturm – und das, obwohl er vor wenigen Jahren umfangreich saniert wurde: Am heutigen Freitag wird das Planungsbüro aus Dormagen mit einem Hubsteiger am Sauerfeld erwartet.

Von Bettina Görlitzer

Ein Team von Fachleuten soll für die Firma, die die bisherigen drei Bauabschnitte der Sanierung der Kirche St. Joseph und Medardus betreute, überprüfen, wo an der Mauer oder an den Dachanschlüssen Regenwasser in den Kirchturm eindringt. Gleichzeitig soll an der Seite zur Sauerfelder Straße ein Dachstein aus Sandstein gesichert werden, der sich gelöst hat und abzustürzen droht.

Nässe im Turm beziehungsweise im gesamten Gebäude ist für die Gemeinde nichts Neues, erklärt Hans-Joachim Waibel vom Kirchenvorstand. Das war der Grund für die Sanierung, die nach und nach rund um die Kirche erfolgte. Der vierte und letzte Bauabschnitt entlang der Fassade zur Sauerfelder Straße ist eigentlich für dieses Jahr vorgesehen. Der erste Bauabschnitt befasste sich mit dem Turm. Das gesamte Fugennetz zwischen den Backsteinen – satte 27 000 Meter – wurde damals erneuert.

Diese Maßnahme sollte das Nässe-Problem im Kirchturm eigentlich abstellen, aber dem war offensichtlich nicht so – im Gegenteil: Laut Beschreibung von Waibel sind die Auswirkungen von starken Regengüssen fast noch gravierender als vor der Sanierung. Es dringe so viel Wasser ein, dass sich regelrechte Pfützen im Turm bilden. Direkt über der Orgel habe sich bereits der Putz an der Decke gewölbt. Heute soll nun Ursachenforschung betrieben werden. Unter anderem werden Bohrungen in der Mauer vorgenommen, um festzustellen, woher die Nässe kommt. Geklärt werden müsse dabei auch, so Waibel, wer für den Schaden verantwortlich ist und ob eventuell eine Gewährleistungspflicht vorliegt, weil Fehler bei der Sanierung gemacht wurden.

Von den Ergebnissen der Analyse hängt ab, wie sich der Kirchenvorstand in Bezug auf die weitere Sanierung verhält. Für die nächste Woche ist eine Sitzung geplant, in der über den vierten Bauabschnitt entschieden werden soll. Vieles hänge dabei davon ab, was die heutigen Untersuchungen ergeben und wie sich gegebenenfalls die Firma verhalte.

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