Erster Beigeordneter Lüdenscheids kandidiert nächstes Jahr nicht erneut

Kämmerer Dr. Blasweiler will nicht mehr

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Dr. Karl Heinz Blasweiler 

Lüdenscheid – Nach 24 Jahren als Kämmerer der Stadt Lüdenscheid wird Erster Beigeordneter Dr. Karl Heinz Blasweiler im kommenden Jahr nicht erneut für dieses Amt kandidieren. Seine Gründe erläuterte er am Montagmittag in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Blasweiler teilte seinen Entschluss zunächst am Vormittag den Mitarbeitern seines Fachbereichs mit. Dann schickte er ein ausführlichen Schreiben an die Vorsitzenden der im Stadtrat vertretenen Fraktionen.

Karl Heinz Blasweiler war 1997 auf Vorschlag der SPD gewählt worden. Mit seiner frühen Mitteilung will der 58-Jährige nach eigenen Worten rechtzeitig Klarheit schaffen und den Weg frei machen für eine Entscheidung über seine Nachfolge.

Blasweilers Beigeordneten-Kollege Thomas Ruschin, seinerzeit auf Initiative der CDU gewählt, steht derweil bekanntlich vor der Abwahl durch den Stadtrat, sodass der Verwaltungsvorstand unter dem neuen Bürgermeister Sebastian Wagemeyer (SPD) ein völlig neues Gesicht bekommen wird.

Zur Begründung für seine Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren, führt Blasweiler unter anderem an, er sei in der Vergangenheit zahlreichen anonymen Attacken von Drohanrufen bis hin zu Beleidigungen und Sachbeschädigung ausgesetzt gewesen. Zudem gibt er zu erkennen, dass er mit einigen Vorgehensweisen im Verwaltungsvorstand nicht einverstanden und der Umgang mit Konflikten „nicht überzeugend“ gewesen sei. Mit diesen Formulierungen spricht Blasweiler offenbar auch die Amtsführung durch Bürgermeister Dieter Dzewas (SPD) an.

Blasweiler resümiert, die von ihm angeführten Umstände hätten bei ihm in den vergangenen Jahren „mehrfach zu teilweise erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen geführt“.

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