Genugtuung und Erleichterung

Parkpalette soll abgerissen werden: Wo entstehen neue Parkplätze?

GHV Lüdenscheid Parkpalette Parkplatz Innenstadt Altstadt
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Freude, Genugtuung und ein Herzensanliegen des Geschichts- und Heimatvereins: Die Parkplette soll abgerissen werden.

„Das war uns schon vor langer Zeit ein Herzensanliegen.“ Dass die Parkpalette Turmstraße in absehbarer Zeit abgerissen werden könnte, kommentierte Dr. Arnhild Scholten mit Genugtuung und Erleichterung. Die Stadtverwaltung hat das Thema in dieser Woche in einer Ratsvorlage aufgebracht. Demnach könnte es im Rahmen eines Förderprogramms zur Stärkung der Innenstädte möglich sein, hier einen neuen städtebaulichen Ansatz zu verwirklichen. Teil dieses Ansatzes wäre es, die „städtebauliche Störung“ Parkpalette Turmstraße neu zu überplanen.

Lüdenscheid -Dr. Scholten, Vorsitzende des Arbeitskreises Denkmalschutz und Stadtbildpflege des Geschichts- und Heimatvereins, verweist darauf, dass eine solche Forderung Ende der 80er-/Anfang der 90er-Jahre bereits von GHV-Mitglied Prof. Spies thematisiert worden sei. Damals noch aktiver Hochschullehrer, hatte er mit Studenten einen Vorschlag zur Überbauung der Parkpalette entwickelt. Aufgenommen wurde der Gedanke dann wieder im Positionspapier des Arbeitskreises zur Neustrukturierung der Altstadt. In diesem Papier waren bereits wesentliche Stichworte zu finden, die später Eingang in das IHK Altstadt finden sollten und nun vor der Umsetzung stehen.

Lösungen, wie man sich eine Neugestaltung dieses Bereichs vorstellen könnte, hat der GHV noch nicht. „Was wollen wir an dieser Stelle haben?“ – diese Frage müsste sich laut Dr. Scholten, auch der Arbeitskreis stellen. Der könne angesichts seiner Altersstruktur und der Corona-Einschränkungen derzeit allerdings nicht tagen.

Was wollen wir haben?

Für Dr. Scholten ist es jedoch klar: „Wenn es nun einen Fördertopf gibt, der den größten Teil des Abrisses der Parkpalette finanziell bestreiten könnte, sollte die Stadt zugreifen und an dieser prägnanten Stelle im Bereich des ehemaligen Innenstadtrings auf der rechten Seite der Wilhelmstraße etwas baulich Neues und Besseres planen, das sich entweder harmonisch in die vorhandene Altbausubstanz einfügt oder, wie das Kulturhaus, einen architektonischen Kontrast setzt.“ Mit Blick auf die neue Musikschule fügt sie hinzu: „Eine Nullachtfünfzehn-Architektur an dieser Stelle wäre eine vertane Chance.“

Parkplätze nötig

Dass Ersatz für die wegfallenden Parkplätze geschaffen werden müsse, steht für sie außer Frage. Sie würden innenstadtnah gebraucht – nicht nur, weil sich alle großen Kultureinrichtungen in der Innenstadt befänden. Auch der Einzelhandel sei auf nahe gelegene Parkmöglichkeiten angewiesen.

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