Lüdenscheid: Heizöl im Tank der Rostlaube

LÜDENSCHEID – Nach eigener Aussage aus Geldmangel und um die „überhöhten Treibstoffpreise“ zu umgehen, hatte eine Schaustellerin aus Erlangen ihren Lastwagen mit Heizöl betankt. Ihre übertriebene Sparsamkeit wäre vielleicht nicht aufgefallen, wenn sie nicht in einer Rostlaube unterwegs gewesen wäre. Die Frau war nämlich nach Angaben der Polizei auf dem Weg zur Medarduskirmes auf dem Schützenplatz Loh und wurde im Stadtgebiet von Beamten des Verkehrsdienstes wegen des maroden Erscheinungsbildes ihres Gespanns angehalten und überprüft.

Auf der Ladefläche des Lastwagens befanden sich – in Kanistern abgefüllt – etwa 165 Liter Heizöl, die nicht ordnungsgemäß gesichert, verpackt und kenntlich gemacht worden waren. Das Fahrzeug selbst war laut Polizei rundherum durchrostet, und die Bremsanlage wies keine ausreichende Wirkung auf. Demzufolge veranlassten die Beamten eine technische Untersuchung des Lastwagens bei einer in Lüdenscheid ansässigen Prüforganisation. Neben der technischen Überprüfung, bei der die Experten erhebliche Mängeln beanstandeten, zapften die Beamten auch Kraftstoff aus dem Fahrzeug ab. Dieser stellte sich als Heizöl heraus.

Der Zoll als Oberfinanzbehörde leitete daraufhin ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung ein. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt mit dem Lastwagen und leitete diverse Bußgeldverfahren ein.

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