Notarzt untersucht 24 Personen

Einsatz in Hochhaus: Vier Personen im Krankenhaus, Auto steht in Feuerwehrzufahrt - "Kein Kavaliersdelikt"

In einem Wohnhaus an der Handweiserstraße in Lüdenscheid ist ein Wasserkocher in Brand geraten.
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In einem Wohnhaus an der Handweiserstraße in Lüdenscheid ist ein Wasserkocher in Brand geraten.

[Update, 6. Juli, 16.05 Uhr] Großer Einsatz der Feuerwehr in einem Mehrfamilienhaus an der Handweiserstraße in Lüdenscheid: Dort hat es in einer Wohnung eine starke Rauchentwicklung gegeben. Vier Personen aus dem Hochhaus sind ins Krankenhaus gebracht worden.

Lüdenscheid - In einem Hochhaus an der Handweiserstraße in Lüdenscheid hat ein Wasserkocher um kurz vor 19 Uhr am Sonntagabend für eine starke Rauchentwicklung gesorgt. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. 

Die Einsatzkräfte hatten die Situation schnell im Griff, trotzdem war die Lage offenbar aufgrund der Größe des Hauses zunächst unübersichtlich. 

Wie es auf Nachfrage aus der Leitstelle der Feuerwehr hieß, hatten die Bewohner der betroffenen Erdgeschosswohnung sofort reagiert - und den Wasserkocher abgelöscht und aus dem Fenster geworfen sowie die Küche durchgelüftet. 

Die Einsatzkräfte hatten die Situation schnell unter Kontrolle.

Insgesamt 24 Personen sind laut Feuerwehr vor Ort vom Notarzt untersucht worden - auf Anzeichen einer Rauchgasvergiftung und Schock-Symptome. Drei Bewohner der Wohnung, in der der Brand ausgebrochen war, mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden - ebenso die Bewohnerin einer anderen Wohnung in dem Haus. Die Frau hatte offenbar Rauchgase eingeatmet, als sie das Gebäude durchs Treppenhaus verließ.

Feuerwehreinsatz im Mehrfamilienhaus an der Handweiserstraße in Lüdenscheid

Die Feuerwehr stellte letztlich noch eine leichte Verrauchung der Wohnung und des Treppenhauses fest. Die Einsatzkräfte lüfteten kräftig durch und kontrollierten das Wohnhaus gründlich auf verletzte Personen.

Einsatz an der Handweiserstraße: Drei Löschzüge rücken zu Hochhaus aus

Aufgrund der Größe des Hauses waren drei Löschzüge an die Einsatzstelle geschickt worden - nach Schätzung von Einsatzleiter Sven Dunkel dürften seitens der Feuerwehr etwa 40 bis 50 Kräfte vor Ort gewesen sein. 

Aufgrund des schnellen Eingreifens konnte der Schaden, insbesondere auch an der Wohnungseinrichtung, auf ein Minimum reduziert werden. "Die betroffenen Personen können sofort wieder in die Wohnung zurück, sobald sie aus dem Krankenhaus entlassen werden", erklärte Dunkel.

Nach eineinhalb Stunden konnte der Einsatz beendet werden. "Kleine Ursache, große Wirkung" hieß es aus der Leitstelle in Bezug auf den Wasserkocher als Auslöser des Großeinsatzes.

Einsatz an der Handweiserstraße in Lüdenscheid: Auto blockiert Feuerwehrzufahrt - "kein Kavaliersdelikt"

Ärger könnte noch dem Besitzer eines Fiat Coupé ins Haus stehen. Das Auto parkte in einer Feuerwehrzufahrt. Das sei kein Kavaliersdelikt, betonte die Polizei. 

Und dabei hatte der Fahrzeughalter noch Glück. "Das war nicht so schlimm, da wir mit keinem Fahrzeug an diese Stelle fahren mussten", hieß es seitens der Feuerwehr. Wenn es, wie zunächst befürchtet, zu einer umfangreichen Personenrettung gekommen wäre, hätte die Sache schon anders ausgesehen. Eine Drehleiter stand schon parat, brauchte aber nicht eingesetzt zu werden.

Eine starke Rauchentwicklung hatte es am Freitag auch in einem Industriegebiet in Plettenberg gegeben.

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