Lüdenscheid: Gelände am Bahnhof verändert Gesicht

LÜDENSCHEID – Die Entwicklung ist für jeden sichtbar: Das Lüdenscheider Bahnhofsgelände verändert sein Gesicht rasant. Die Gleisverlegung ist inzwischen erfolgt, der Bau des neuen Knotenpunkts des öffentlichen Nahverkehrs bis auf Restarbeiten erledigt. Der nächste Schritt ist nun der Ausbau der Bahnhofsallee und ihre Anbindung an die Straße „Zum Weißen Pferd“ und damit auch an die Altenaer Straße.

Um dieses Projekt ging es jetzt auch bei einer Bürger-Information. Edgar Weinert von der städtischen Wirtschaftsförderung und Dieter Rotter von der Abteilung Bauservice klärten mit weiteren Abgesandten der Stadtverwaltung zum Stand der Dinge auf. Mit von der Partie auch: Vertreter des zuständigen Ingenieurbüros Spettmann und Kahr.

Der Andrang bei der Veranstaltung war übrigens enorm. Knapp 50 Anwohner, vor allem aus dem Bereich „Zum Weißem Pferd“, hatten sich im ehemaligen Telekom-Gebäude am Rathausplatz eingefunden.

Der Plan für die Bahnhofsallee sieht so: Als künftige Durchgangsstraße über das „Weiße Pferd“ zur Altenaer Straße soll das Asphaltband eine Breite von 6,50 Meter erhalten. Vorgesehen sind auch ein Gehweg, ein Radweg und mehrere Parkstreifen. Im Untergrund müssen dazu neue Kanäle verlegt werden. Die Bauarbeiten dürften Mitte März beginnen und sollen bis November abschlossen sein.

Im Laufe der Versammlung stießen die städtischen Ideen bei den Bürgern auf ein Gemisch aus Schweigen, Interesse, Unverständnis und Kritik. Ein Anwohner richtete dabei eine Grundsatzfrage an die Planer: „Was versprechen Sie sich von dieser Baumaßnahme? Ist die ganze Sache überhaupt ausgegoren?“ Antwort von Dieter Rotter: „Auf dem Bahnhofsgelände soll bekanntlich ein neues Technologie- und Dienstleistungszentrum mit Fachhochschul-Standort entstehen. Deshalb brauchen wir diese Straße.“

Wenig erfreut zeigten sich auch die Inhaber jener kleinen Geschäfte im vorderen Bereich der Bahnhofsallee. Direkt vor ihrer Tür ist nämlich bisher kein Parkstreifen vorgesehen. „Wir brauchen dort aber Parkplätze. Sonst können wir dichtmachen.“ So die Sorge von Geschäftsmann Wolfgang Gaede.

Mittelfristig kommen auf die Anwohner übrigens auch Kosten zu. Nicht direkt durch den Ausbau der Bahnhofsallee. Wohl aber durch den in einigen Jahren fälligen Endausbaus des „Weißen Pferds“, das dann bereits ebenfalls Bahnhofsallee heißen dürfte. Und auch für die angepeilte Umbenennung der Straße sollen die Bürger zur Kasse gebeten und an den Verwaltungskosten beteiligt werden.

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