Neue Kooperation: DRK fährt Krankentransporte

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Besiegelten ihre Kooperation und freuen sich auf die Zusammenarbeit: Thorsten Wohlgemuth, Leiter des Rettungsdienstes beim DRK-Stadtverband Lüdenscheid (links) und Falck-Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus Runggaldier.

LÜDENSCHEID - Die Falck-Gruppe und der DRK-Stadtverband Lüdenscheid gehen beim Thema Krankentransport gemeinsame Wege: Eine entsprechende Kooperation unterzeichneten jetzt Falck-Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus Runggaldier und DRK-Rettungsdienstleiter Thorsten Wohlgemuth.

Und schon jetzt sind sich beide Seiten sicher, dass diese Art der Zusammenarbeit in Zukunft noch wichtiger werden wird.

Hintergrund der Kooperation ist, dass den ehrenamtlichen DRK-Mitgliedern die Möglichkeit gegeben wird, zweimal im Monat eigenverantwortlich die Besetzung eines Krankentransportwagens zu organisieren. Denn nur so bekämen die Ehrenamtler die nötige Praxis auf dem Fahrzeug, die im Ernstfall unabdingbar sei, so Wohlgemuth.

In den vergangenen Jahren hatte es bereits eine ähnliche Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfallhilfe gegeben – doch nach der neuen Ausschreibung und der Vergabe des Krankentransports an die Falck-Gruppe im Juli dieses Jahres war zunächst unklar, wie es mit dem Ehrenamt im Lüdenscheider Krankentransport weitergehen würde. In ersten Gesprächen war man sich schnell über eine Zusammenarbeit einig – es galt aber zunächst, die zuständigen Fach- und Rechtsaufsichtsbehörden einzuschalten. Denn: „Wir sind vertraglich an gewisse Sicherheitsstandards gebunden und diese müssen natürlich auch vom DRK eingehalten werden, wenn sie Dienste für uns übernehmen“, so Prof. Runggaldier.

Bereits seit September übernimmt das DRK nun also an jedem zweiten und vierten Samstag im Monat den Dienst auf dem Krankentransportwagen – und zwar in einer 24-Stunden-Schicht. Das DRK setzt dabei ein eigenes Fahrzeug mit dem Funkrufnamen „Rotkreuz Lüdenscheid 1 KTW1“ ein. Obwohl das Fahrzeug offiziell als Krankentransportwagen gilt, handele es sich bei der medizinischen Ausrüstung tatsächlich um einen nach DIN ausgestatteten Rettungswagen. „So befinden sich zum Beispiel ein hochmoderner Defibrillator inklusive EKG sowie ein Beatmungsgerät an Bord“, heißt es von den Verantwortlichen.

Besetzt wird der Wagen von ehrenamtlichen DRK-Mitgliedern, die über die vorgeschriebenen Qualifikationen verfügen. „Wir freuen uns sehr, dass das in dieser Form geklappt hat“, betonten gestern beide Partner. Prof. Runggaldier hob dabei hervor, dass bei dieser bundesweit einmaligen Kooperation die qualifizierte Versorgung der Patienten im Mittelpunkt stehe und nicht die Frage, ob diese von einem Unternehmen oder einer Hilfsorganisation erfolge. Denn im Zuge immer weniger Ehrenamtler brauche man künftig neue Ansätze. „Und so eine Kooperation kann der Weg sein.“

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