Was Einbrecher stöhnen lässt

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LÜDENSCHEID - Wer seine vier Wände vor Einbrechern schützen will, versetzt sich nach den Worten der märkischen Kriminalrätin Alexandra Füchter am besten in deren Lage:„Gut verborgen, wollen diese Täter rasch ans Ziel kommen, keinem begegnen und am besten an einschlägig bekannten Stellen in der Wohnung möglichst reiche Beute machen.“

Von Thomas Hagemann

Was muss man also tun? „Es dem Einbrecher schon durch heruntergelassene Rollläden schwerer machen, denn schon das ist nichts mehr für den Einzeltäter, der dann ja die Jalousie hochhalten und zugleich die Tür aufstemmen muss“, sagt Füchter. Kommt noch ein simpler Bewegungsmelder hinzu, der den Eindringling in helles Licht taucht, ist die Chance, dass der Versuch abgebrochen wird, schon relativ groß.

Regelmäßige Leerung des eigenen Briefkastens zeigt: Hier ist jemand zuhause

Und mitunter kommt es gar nicht erst dazu, wenn bei Abwesenheit drinnen eine Leuchte mit Zeitschaltuhr nach außen signalisiert, dass jemand zuhause ist. Dabei sollten bei längerer Dauer, etwa einem Urlaub, unterschiedliche Zeiten eingegeben werden. Das gilt auch für den Rollladen-Timer. „Alles andere haben Profis sonst schnell raus.“ Eine regelrechte Einladung sei dagegen ein überquellender Briefkasten, berichtet Alexandra Füchter weiter.

Grundsätzlich gelte, dass sich ein Einbrecher umso sicherer fühlen kann, je anonymer die Nachbarschaft ist. Zu den höheren Fallzahlen trage auch bei, dass Lüdenscheid viel mehr auswärtige Besucher habe als die kleineren Städte im Südkreis, wo ein fremdes Kennzeichen eher auffalle. „Wer fremde Leute in seinem Wohnquartier spazierengehen sieht, kann schon durch die freundliche Frage nach möglicher Hilfe erreichen, dass sich diese Täter andere Wirkungskreise suchen.“

Wer seine Schmuckstücke einzeln fotografiert, macht sie für Diebe zur "heißen Ware".

Stichwort Beute: Wer seinen Familienschmuck fotografiert, macht ihn nach dem Diebstahl automatisch zur „heißen“ Ware. „Und natürlich sollte man kein Bargeld in größerer Menge im Haus aufbewahren, was aber leider immer noch vorkommt“, sagt Alexandra Füchter. Beim Geld komme hinzu, dass es, anders als Schmuck, als Diebesgut gar nicht nachweisbar ist – „außer, man erwischt den Täter in flagranti.“

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Viele weitere Tipps gibt die Abteilung Kriminalprävention/Opferschutz unter Tel. 02371-9199-0 oder der E-Mail-Adresse kpo.maerkischer-kreis@polizei.nrw.de

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