Lüdenscheid – die grüne Industriestadt im Sauerland

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Nur wenige Kilometer von Lüdenscheid entfernt liegt das Wasserschloss Neuenhof.

Lüdenscheid bildet einen Gegensatz zum stressigen Großstadtleben: Hier im Sauerland dürfen Rinder noch frei herumlaufen. Autos sind dagegen in manchen Gebieten verboten. Trotzdem schätzen Industrie-Unternehmen den Standpunkt wegen seiner günstigen Verkehrslage.

Lüdenscheid ist die größte Stadt im Nordwesten des Sauerlandes. Sie liegt mitten im Grünen und ist trotzdem eine moderne Industriestadt. Die gute Infrastruktur macht Lüdenscheid als Firmenstandort, aber auch als Wohnort für Berufspendler attraktiv. Die Großstädte Dortmund, Bremen und Düsseldorf sind von hier in maximal einer Stunde erreichbar. Erholung finden die 80.000 Einwohner im Naturschutzgebiet des Sauerlandes. Wer sich entschließt, nach Lüdenscheid zu ziehen, sucht am besten im Internet nach einer Wohnung. Online-Portale wie Immowelt bieten stets aktuelle Angebote.

Lüdenscheid – eine Stadt im Rampenlicht

Lüdenscheid nennt sich selbst „Stadt des Lichts“. Die Lichtindustrie zählt zu den wichtigsten Branchen der Region. Das zeigt die Stadt vor allem nachts, wenn wichtige Gebäude, Wege und Plätze von Scheinwerfern angestrahlt werden.

Beleuchtungs-Systeme der ansässigen Unternehmen schätzt man auf der ganzen Welt. Lichtinstallationen aus Lüdenscheid setzen zum Beispiel weltberühmte Museen, wie den Prado in Madrid oder auch den Louvre in Paris ins rechte Licht.

Industriestadt: Metallindustrie

Lüdenscheid könnte sich aber auch genauso gut Metallstadt nennen. Ab etwa 1785 bis nach dem Zweiten Weltkrieg war die Herstellung von Metallknöpfen die wichtigste Einnahmequelle der Stadt. Menschen in Europa, China und Australien trugen Hemden mit Knöpfen aus Lüdenscheid. Als Kunststoffknöpfe preiswerter produziert werden konnten, mussten sich die Fabrikanten umstellen. Die Metallindustrie ist aber auch heutzutage noch ein wichtiger Wirtschaftszweig. Lüdenscheider Metallunternehmen stellen vor allem Zubehörteile für die Elektro- und Autoindustrie her.

Sehenswürdigkeiten der Stadt Lüdenscheid

Lüdenscheid selbst erinnert auf den ersten Blick wenig an eine Industriestadt. Knapp die Hälfte der Stadtfläche ist reines Waldgebiet. Die historisch restaurierte Altstadt mit ihren romantischen Fassaden und gemütlichen Lokalen zieht Besucher an. Ein beliebter Treffpunkt ist das Brauhaus Schillerbad. Es wurde in einer ehemaligen städtischen Badeanstalt errichtet. Hier wird das Medardus-Bier gebraut, ein untergäriges Bier, das nach dem heiligen Schutzpatron der Stadt benannt ist.

Direkt vor den Toren Lüdenscheids liegt im Elspetal das Schloss Neuenhof. Urkundlich wird das Wasserschloss erstmals im Jahr 1326 erwähnt. Heute zählt die Anlage zu den wertvollsten Barockbauten im Sauerland. Von innen kann man das Schloss nicht besichtigen. Der Eigentümer wohnt selbst in den herrschaftlichen Räumen.

Über dem Lennetal thront die Burg Alterna. Sie ist eine der schönsten Höhenburgen Deutschlands. Im Jahr 1912 wurde hier die erste Jugendherberge der Welt eingerichtet. Die originalen Zimmer mit Stockbetten können als Teil des Burg-Museums besichtigt werden.

Natur pur im Sauerland

Das Sauerland ist mit seinen Bergen, Wäldern und Talsperren der richtige Ort für entspannende Ausflüge in die Natur. Der Saarländische Gebirgsverein hat rund um Lüdenscheid ein gut ausgeschildertes Wegenetz ausgebaut: Auf 20 Wegen kann man mehr als 220 Kilometer wandern. Im Süden der Stadt liegt die Versetalsperre. Hier sind Autos strikt verboten. Einheimische und Touristen nutzen das verkehrsfreie Gebiet für ausgedehnte Spaziergänge.

Zu den schönsten Wanderrouten zählt die Ochsentour: Der 6,5 Kilometer lange Weg führt zu einer frei lebenden Herde Heckrinder. Die Tiere sehen den ausgestorbenen Auerochsen sehr ähnlich. Vom Ausgangspunkt am Homerturm geht es vorbei an blühenden Heidekrautflächen zum Hochplateau Stilleking.

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