Die Umgestaltung des Bräuckenkreuzes

Umbau von Knotenpunkt im MK: Wo ist Platz für die Radfahrer?

Überlastung Lüdenscheid Bräuckenkreuz Radfahrer
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Bei der Überplanung des Bräuckenkreuzes, die die Stadt nun vom Landesbetrieb Straßen.NRW übernommen hat, soll auch die Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs einbezogen werden.

Eigentlich war es nur die Entscheidung darüber, in Zukunft Planungsleistungen für die Umgestaltung von Straßen in Baulast des Landesbetriebs Straßen.NRW zu übernehmen. Doch am Ende gingen die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses schon einen Schritt weiter – und beschäftigten sich mit der Umgestaltung des Bräuckenkreuzes. Wie berichtet, soll durch mögliche bauliche Erweiterungen die Leistungsfähigkeit dieses Knotenpunktes erreicht werden. Zugleich solle aber auch der Verkehrssicherheit von Fußgängern sowie den Bedürfnissen des Radverkehrs Rechnung getragen werden. Und eben darauf zielten die Nachfragen einiger Ausschuss-Mitglieder ab.

Lüdenscheid - So verwies beispielsweise Otto Bodenheimer (Grüne) darauf, wie wichtig es sei, einen Radweg in die Planungen einzubeziehen. „Man dürfe nicht den Eindruck gewinnen, dass bei der Überplanung des Bräuckenkreuzes wieder nur der Autoverkehr bevorzugt werde.“ Und: SPD-Ratsherr Gordan Dudas regte in diesem Zusammenhang an, die Anwohner so früh wie möglich in die Planungen einzubeziehen.

„Wir befinden uns ganz, ganz am Anfang der Planungen“, machte dann auch Verkehrsplaner Christian Hayer deutlich. Bislang hätte es lediglich eine Machbarkeitsstudie zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der Kreuzung gegeben, nun könnten die Planungen auf den Weg gebracht werden. „Und das schließt den Rad- und Fußgängerverkehr natürlich nicht aus“, betonte Hayer. „Durch die Übernahme der Planungsleistungen haben wir nun den Stift in der Hand. Die neue Regelung ermöglicht uns nun die Federführung bei den Planungen – natürlich immer in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW.“

Auch Fachbereichsleiter Martin Bärwolf betonte, dass es bei künftigen Planungen ein festes Anliegen sei, etwas für Fußgänger und Radfahrer zu tun. Und: Es sei eine Selbstverständlichkeit, nichts an den Bürgern vorbei zu planen. „Sobald wir etwas in der Hand haben, sollte es schnellstmöglich eine Bürgeranhörung geben.“ Am Ende fiel die Abstimmung zur Übernahme von Planungsleistungen einstimmig aus. „Es ist doch erfreulich, auf diese Art unsere Vorschläge in die Planungen einbeziehen zu können“, bilanzierte Ausschussvorsitzender Jens Holzrichter.

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