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Lüdenscheid hofft auf Landesmittel für Discgolf und Sportboxen

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Von: Thomas Machatzke

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Discgolf Lüdenscheid Sportausschuss
Ein Discgolfanlage wie diese in Schmallenberg könnte es künftig auch in Lüdenscheid geben. © Privat

Die öffentliche Hand setzt gerade auch in Lüdenscheid bei der Umsetzung von Projekten auf Fördermittel. Der Sport macht da keine Ausnahme. So könnte die Stadt auch zu einer Discgolf-Anlage und Sportboxen kommen.

Lüdenscheid – Der Bundestag hatte für 2022 Fördermittel für eine Fortsetzung des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zur Verfügung gestellt. Die Stadt Lüdenscheid hat sich im September für Mittel aus diesem Fördertopf beworben. Matthias Reuver, Leiter des Fachbereichs Jugend, Bildung und Sport, informierte am Dienstag im Sportausschuss darüber, dass man in diesem Zusammenhang nach der Interessensbekundung darauf hoffte, dass eine Bewilligung für Fördermittel aus diesem Programm im Januar oder Februar realisiert werden kann.

Mit Priorität 1 hat sich Lüdenscheid diesmal mit der Sanierung des Umkleidegebäudes im Nattenberg-Stadion beworben. Die Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW) sieht für dieses Gebäude eine umfassende energetische Sanierung vor. Auch moderne Lichttechnik im Gebäude und eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sind für den Antrag angedacht.

Interessant in diesem Kontext: Sollten Fördermittel für dieses Projekt noch in diesem Jahr bewilligt werden, dann würde Lüdenscheid noch als Kommune in der Haushaltssicherung gelten – entsprechend würde die Maßnahme dann mit 75 Prozent bezuschusst. Würde ein positiver Förderbescheid erst im Januar oder Februar (oder später) erfolgen, dann wäre Lüdenscheid raus aus dem HSK, die Förderung läge dann nurmehr bei 45 Prozent. Kämmerer Sven Haarhaus hat für den Haushalt im kommenden Jahr konservativ geplant und nur die 45 Prozent Förderung kalkuliert.

LED-Flutlicht aus Billigkeitsrichtlinie

Einen Schritt weiter ist die Stadt beim LED-Flutlicht für die Sportplätze am Wehberg und Wefelshohl. Auf diesen beiden Sportplätzen soll das etwa 40 Jahre alte Flutlicht erneuert werden – und zwar über die Fördermöglichkeit der Billigkeitsrichtlinie. Matthias Reuver stellte fest, dass aus diesem Topf der Kompensationsleistungen (Billigkeitsleistungen) für ausgebliebene Investitionen in den Klimaschutz durch die Corona-Pandemie fürs LED-Flutlicht 80 000 Euro zur Verfügung stehen.

Zwei andere – komplett anders angelegte und auch kleinere – Projekte will die Stadt nun über einen anderen Fördertopf auf den Weg bringen. Anschließend an das Programm „Moderne Sportstätte 2021“, in dem das Land Sportanlagen von Vereinen sehr umfangreich unterstützt hat, gibt es inzwischen ein neues Programm „Moderne Sportstätte 2022“.

Das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ umfasst 300 Millionen Euro. Damit sollen Sportstätten und Bewegungsräume mit „bewegungsaktivierender Infrastruktur“ geschaffen werden. Im Mittelpunkt stehen Infrastrukturen für Angebote im Freien – sowohl im öffentlichen Raum als auch auf öffentlichen und privaten Sportstätten.

Sportboxen nehmen erste Hürde beim Kreissportbund

Förderfähig sind grundsätzlich die Modernisierung, Instandsetzung, Ausstattung und Erweiterung von öffentlich zugänglichen Sportanlagen, Sportgeräten und Bewegungsräumen im Außenbereich.

Die Stadt Lüdenscheid hat sich nun sowohl mit der Umsetzung einer Discgolf-Anlage als auch mit seinen geplanten Sportboxen beworben. Beide Projekt stehen schon seit geraumer Zeit auf der Agenda des Sportausschusses – und könnten nun tatsächlich umgesetzt werden. „Beim Kreissportbund hat zu diesem Thema eine Klausur stattgefunden. Wir stehen danach weiterhin auf der Liste. Das ist schon gut“, stellte am Dienstag Matthias Reuver fest und hofft, dass die Stadt Lüdenscheid am Ende auch den Zuschlag erhält.

Die Discgolf-Anlage soll dem Vernehmen nach im Bereich des Stadtparks angesiedelt werden. Die Sportboxen (Boxen, in denen Sportgeräte gelagert werden sollen, die der Öffentlichkeit dann fürs Sporttreiben zur Verfügung gestellt werden sollen) hatten Verwaltung und Politik für die Neugestaltung des Stadtgartens angedacht.

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