LÜD, LS oder MK: Rückkehr alter Kennzeichen möglich

Oldtimerfahrer wie Klaus-Peter Stachowiak fahren gerne noch mit alten Kennzeichen – wegen der Originalität.

LÜDENSCHEID ▪ „Unsere Leute fangen erst an, wenn die Erlasse vorliegen.“ Deshalb ist eine Wiedereinführung alter Kennzeichen im Kreis für Kreispressesprecher Hendrik Klein bislang nicht mehr als ein Vorschlag der Verkehrsminister, die bei ihrem letzten Treffen grundsätzlich für die Wiedereinführung einst abgeschaffter Buchstabenfolgen gestimmt hatten.

Identitätsstiftender sei das, hatten Befürworter argumentiert. Wie lange es dauert, bis das in Straßenverkehrsämtern vor Ort ankommt, darüber wagt Klein keine Prognose. Klar sei aber: Eine Nostalgiewelle habe man noch nicht verzeichnet, auch keine Anfragen oder gar Anträge zu LÜD- oder LS-Kennzeichen. Nur ein Zitat aus dem Straßenverkehrsamt gibt’s: „Die Regelung steckt noch in der embryonalen Phase.“

Ganz aus dem Straßenbild sind die alten Kennzeichen ohnehin nie verschwunden. 293 022 Fahrzeuge waren im Kreis am 1. Januar 2011 zugelassen, darunter: AL (210), LS (443), IS (270) und LÜD (273) sowie einige wenige Fahrzeuge aus Balve mit AR (Balve gehörte vor der Kommunalen Neuordnung 1975 zum damaligen Kreis Arnsberg). An dem Opel Olympia Rekord des Lüdenscheiders Klaus-Peter Stachowiak sind alle Veränderungen spurlos vorübergegangen. Das Auto, Baujahr 1953, fährt seit jeher mit LÜD. „Das MK-Kennzeichen will ich nicht“, sagt der Oldtimer-Freund: „Das ist nicht original.“

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