Neue Förderung für Altstadt möglich

Ein Schmuckstück Lüdenscheids: die Altstadt.

Lüdenscheid - Es gibt verschiedene Entwicklungvarianten für die Altstadt, viele Gestaltungsmöglichkeiten und es gibt die zentrale Frage, ob die Volkshochschule und die Musikschule in der Altstadt bleiben oder doch verlagert werden in die Albert-Schweitzer-Hauptschule. „Letzteres ist immer die Bezugsvariante“, sagt Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen.

Denn das Haushaltssicherungskonzept (HSK) weist im Fall des Umzugs der beiden Einrichtungen an die Kaiserallee eine Einsparung von rund 400 000 Euro aus. Könnten dieses Volumen durch Fördersummen wett gemacht werden, wäre das optimal. Denn bei allen Ideen und Umgestaltungsplänen, die Jens Cüppers, Geschäftsführer der steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW mbH, und Reinhard Richter von der Richter-Beratung in Osnabrück in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt vorstellten, spielen natürlich die damit verbundenen Kosten die Hauptrolle.

Ein Zuschuss könnte aus dem Fördertopf für „die Ertüchtigung kommunaler Gebäude“ kommen“, gab Martin Bärwolf im Ausschuss bekannt. Am 5. Juni geht’s nach Arnsberg, um Fördermöglichkeiten auszuloten. „Das wird die Lücke zu einem Umzug nicht schließen. Es bliebe eine jährliche Deckungslücke von rund 200 000 Euro, wobei dieser Betrag sehr grob geschätzt und noch sehr variabel nach oben und unten ist.“

Wolle man diesen Weg gehen und die Deckungslücke über das HSK schließen, müsse man sich darüber im Klaren sein, dass das Investitionsvolumen für eine gesamte Legislaturperiode komplett belegt sei, gab Bürgermeister Dieter Dzewas zu bedenken. Die damit erforderlichen Einsparungen müssten dann durch alle Fachbereiche kompensiert werden.

Im Ausschuss stieß diese mögliche Vorgehensweise auf vorsichtige Zustimmung. Bernd-Rüdiger Lührs (CDU) sprach nach der Vorstellung des aktuellen Integrierten Handlungskonzept Altstadt von einem gut erarbeiteten und konkreten Arbeitspapier.

Jens Voß (SPD) erklärte, es wäre schade, wenn man auf die dargelegten positiven Effekte für die Altstadt verzichten würde und sprach sich dafür aus, das HSK passend zu stricken.

Von Martin Messy

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