LSG-Fest und Kirmes: Hohe Anforderungen

Die Sicherheitsvorschriften für Veranstaltungen wie eine Kirmes wurden deutlich verschärft.

LÜDENSCHEID ▪ Die Schützen stehen Gewehr bei Fuß, aber erst heute wird in einer letzten Besprechung unter anderem mit Vertretern von Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) das ordnungsbehördliche Okay für das LSG-Schützenfest erhofft. Für die Veranstaltung vom 1. bis 10. Juli müssen so viele Anforderungen umgesetzt werden wie nie zuvor. Das liegt nicht nur an den nach den Toten in Duisburg und Menden drastisch verschärften Sicherheitsvorkehrungen für Veranstaltungen, sondern das liegt auch an den neuen Wegen, die die Schützen in diesem Jahr mit ihrem Festablauf beschreiten.

„Das ist die deutsche Gründlichkeit“, stöhnt Schützenoberst Friedrich-Karl Schmidt, der mit seiner Führungsriege seit Wochen Pläne ausarbeiten, Eventualitäten abschätzen, Auswirkungen von Parallelveranstaltungen einplanen, Fluchtwege auszeichnen, Notstromaggregate platzieren, Verkehrsregelungen konzipieren, generelles Gefahrenpotenzial abschätzen und neueste Erkenntnisse aus der Panikforschung einfließen lassen muss. „Aber ich als alter Feuerwehrmann sehe das auch ein“, gibt er zu. Und er hofft darauf, dass das einmal ausgearbeitete Schema dann auch „drin“ ist für nächstes Jahr. Der hohe Anspruch der Genehmigungsbehörden: Jedes denkbare Risiko solle hundertprozentig ausgeschlossen werden.

Auf einer zweiten Genehmigungsschiene, über die Polizei, laufen die Vorbereitungen für das Königsschießen im Rosengarten, das am Samstag, 9. Juli vorm Brauhaus stattfinden wird. Dass unter freiem Himmel geschossen wird und nicht in der Schützenhalle ändere an den strikten Sicherheitsvorschriften nichts, so der Schützenoberst. Die seien ausgeklügelt, ihre Einhaltung werde ein Bausachverständiger überprüfen.

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