Wieder ein Fall in Lüdenscheid

Zwei Lotto-Gewinne in einer Woche: Dringende Warnung an alle „Gewinner“

Bargeld 50-Euro-Scheine und 20-Euro-Banknoten
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Bargeld: In der Hoffnung auf einen Gewinn unternahm ein Mann allerlei Anstrengungen.

Auch der zweite Lotto-Gewinn in einer Woche brachte einem Mann aus Lüdenscheid nur Ärger ein. 82.000 Euro waren es diesmal. Die Polizei MK bleibt bei ihrer dringenden Warnung an alle „Gewinner“.

  • Ein Mann aus Lüdenscheid glaubt fest daran, dass er beim Lotto gewonnen hat.
  • Auch der zweite Lotto-Gewinn in einer Woche machte ihn nicht stutzig
  • Angesichts des aktuellen Falls spricht die Polizei MK eine dringende Warnung aus.

Er glaubt immer noch ans große Glück. Auch beim zweiten vermeintlichen Lotto-Gewinn binnen einer Woche freute sich ein Mann aus Lüdenscheid wie ein Schneekönig. Ein Glücksbote kündigte ihm am Telefon einen Lotto-Gewinn in Höhe von sagenhaften 82.000 Euro an. Er wäre alle Sorgen los, vermutete der Mann. Doch auch dieser Gewinn beim Lotto hatte einen mehr als faden Beigeschmack .

Zweiter Lotto-Gewinn in einer Woche für Mann aus Lüdenscheid - Dringende Warnung bleibt bestehen

Zweifel wollten sich partout nicht einstellen. Dabei hätte der Mann es besser wissen müssen. Erst vor einer Woche durfte sich der Lüdenscheider als Gewinner fühlen, für den fünfstelligen Lotto-Preis hätte er allerdings eine Gebühr einen niedrigen vierstelligen Euro-Betrag überweisen müssen. Beim Versuch, die Gebühr zu begleichen, schritten die Mitarbeiter seiner Hausbank ein und verhinderten das Schlimmste. Die Polizei konnte den Mann nur mit Mühe überzeugen, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte.

Die Chance auf einen Lotto-Gewinn ist gering. Noch schlechter stehen die Chancen aber in einem aktuellen Fall in Lüdenscheid.

Eine Woche später trafen die Beamten den „Glückspilz" schon wieder. Zwei Bekannte hatten den Mann in seiner Bank getroffen, als er seinen Kontostand überprüfte. Im Gespräch stellte sich heraus, dass er angeblich schon wieder gewonnen habe. 82.000 Euro! Die Frauen riefen die Polizei. In der Vernehmung kam heraus, dass die Täter ihm sogar erklärt hatten, welches Geschäft Geld ins Ausland transferiert. Und dann noch das: Bereits vor einem Jahr wurde er über einen Lotto-Gewinn informiert, hatte die Gebühr bezahlt, aber seinen Preis nicht erhalten.

Ob der 84-jährige Mann für seinen Lebenstraum jetzt doch noch einmal echtes Lotto spielt, ist nicht überliefert. Die Gewinnchancen sind allerdings ungleich größer als bei vermeintlichen Glücksboten am Telefon. Eine dramatische Wendung nahm die Geschichte einer Frau aus Lüdenscheid, die ihren Ehemann zu Grabe trug. Ihrem Hund sagte sie beim Weggehen noch: „Pass gut auf!“. Detlev Kümmel, Experte bei Bares für Rares, hatte ebenfalls Pech. Er kaufte alte Kunst und befand sich plötzlich mitten in einem Kunstkrimi.

Erstmeldung 24. Juli 2020: Nichts als Ärger mit Lotto-Gewinn: Dringende Warnung der Polizei MK an alle „Gewinner“

Verschiedene Glücksboten riefen den Mann aus Lüdenscheid am Mittwoch und Donnerstag an. Er habe bei einem Gewinnspiel mitgemacht und eine fünfstellige Bargeld-Summe gewonnen. Dabei traten die Anrufer so überzeugend auf, dass der Mann sich nichts dabei dachte, als er für den Erhalt des Lotto-Gewinns eine vierstellige Summe an Gebühren überweisen sollte. Beim Besuch seiner Hausbank schöpften die Mitarbeiter jedoch Verdacht und riefen die Polizei.

Traum vom Lotto-Gewinn für Mann aus Lüdenscheid endet in einer Bank

Doch statt Dankbarkeit schlug den aufmerksamen Bankmitarbeitern und den Polizisten erst einmal Argwohn entgegen. Erst nach langem Zureden und vielen Erklärungen ließ er sich überzeugen, dass es sich um den Versuch eines Gewinnspielbetrugs handelte. Schließlich nahmen die Beamten seine Anzeige auf.

Mann aus Lüdenscheid war schon einmal ein „Gewinner" - das wurde teuer

Dabei hätte es der „Glückspilz" eigentlich besser wissen müssen. Wie im Verlauf des Gesprächs mit der Kriminalpolizei herauskam, hatte der Mann vor vier Wochen schon einmal eine telefonische „Gewinnbenachrichtigung“ bekommen. Im Auftrag der Betrüger hatte er Guthabenkarten gekauft und gab den Tätern die Codes durch. Von einem Gewinn hat er seitdem nichts mehr gehört.

Polizei MK spricht dringende Warnung vor Betrügern aus

Für die Polizei im Märkischen Kreis ein alt bekanntes Muster. Der Ablauf im aktuellen Fall in Lüdenscheid zeige: „Wer einmal auf Betrüger hereingefallen ist, darf sich keinesfalls sicher fühlen vor weiteren Betrugsversuchen“, schreibt die Polizei MK. Deshalb gelten weiter die dringenden Warnungen der Polizei.

Gewinnversprechen am Telefon: Selbst vorgewarnte Senioren fallen drauf rein

Solche betrügerischen Anrufe kommen täglich mehrfach vor im Märkischen Kreis. Betrüger wählen oft Senioren aus. Auch im aktuellen Fall war der „Gewinner“ 84 Jahre alt. Die Unbekannten geben sich mal als falsche Polizeibeamte aus, mal als Enkel oder Freundin. Oder sie versprechen hohe Gewinne, obwohl die Opfer an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben. Die Betrüger gehen dabei so geschickt vor, dass selbst vorgewarnte Senioren den Anrufern Glauben schenken.

Die Polizei MK stellt klar: Seriöse Gewinnspiel-Veranstalter verlangen keine „Gebühren“ - erst recht keine Zahlungen über internationale Zahlungsdienste, die das Geld in anonyme Kanäle fließen lässt. Also: Nicht zahlen! Keine Rückrufe bei kostenpflichtigen Nummern! Weitere Tipps der Polizei:

  • Fragen Sie gezielt nach Namen, Veranstalter und Adresse des Verantwortlichen sowie der Art des Gewinnspiels.
  • Im Zweifel sollten sich Senioren mit Nachbarn oder Verwandten besprechen und Rat holen.
  • Geben Sie keine persönlichen Informationen preis, zum Beispiel über Vermögensverhältnisse oder Kontonummern!
  • Betrüger suchen oft in den üblichen Telefonverzeichnissen nach älter klingenden Vornamen. Wer seinen Vornamen im Telefonbuch abkürzt und seine Adresse weglässt, der verringert die Gefahr solcher betrügerischen Anrufe. Bekannte oder Verwandte kennen die Nummer ohnehin.

Trotz aller Warnungen kommt es immer wieder zu haarsträubenden Geschichten im Märkischen Kreis. Im Oktober lösten Betrugsopfer ihre Konten auf - und warfen das Geld tatsächlich aus dem Fenster. Ein Mann aus Lüdenscheid glaubte ebenfalls an den großen Lotto-Gewinn und verlor viel Geld. Die Polizei sagt auch: Nur wer Lotto spielt oder an einem Gewinnspiel teilnimmt, kann auch gewinnen. Die Inhaberin eines Lottogeschäfts im Märkischen Kreis hat die Nase voll von Kunden, die die Maskenpflicht ignorieren.

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