Mit Gewinner Zentrale Lotto 6-49

Lotto-Inkasso! Riesen-Ärger für immer mehr Lotto-Spieler

Mehrere Lotto-Spieler aus dem Märkischen Kreis haben in den vergangenen Tagen seltsame Post erhalten, nachdem sie im Lotto nichts gewonnen haben. Stattdessen sollen sie sogar zahlen. Polizei und Verbraucherschützer warnen jetzt ganz konkret vor der „Deutschen Gewinner Zentrale Lotto 6-49“.

Die Polizei im Märkischen Kreis spricht von einem gehäuften Auftreten dieser Lotto-Schreiben in den vergangenen Tagen in ihrem Zuständigkeitsgebiet. Auf Nachfrage konkretisierte Polizeisprecher Christof Hüls, dass alleine in den vergangenen zehn Tagen 13 Anzeigen wegen Lotto-Inkasso im MK eingegangen sind. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.

Lotto-GesellschaftWestlotto
SitzMünster
gegründet1955

Beim Lotto-Inkasso fordert ein Inkasso-Unternehmen von den Lotto-Spielern Geld in dreistelliger Höhe, weil sie bei einem Lotto-Anbieter wie der „Deutschen Gewinner Zentrale Lotto 6-49“ einen Vertrag abgeschlossen hätten. Auch andere vermeintliche Lotto-Gesellschaften werden beim Lotto-Inkasso in Einzelfällen angegeben. Dringende Warnung von Polizei und Verbraucherschützer: Unbedingt prüfen, nicht sofort zahlen.

Exemplarisch hat die Polizei einen Fall aus Lüdenscheid veröffentlicht, in dem ein vermeintlicher Lotto-Spieler ohne eine Aussicht auf einen Gewinn eine stattliche Summe bezahlen sollte. Die Polizei spricht von einem „teuren Fehler“, der droht, wenn man die Lotto-Schreiben allzu wörtlich nimmt. Hier geht es zu den echten aktuellen Lottozahlen am Mittwoch und vom Lotto 6 aus 49 am Samstag.

Fieser Lotto-Trick soll Spieler, die nicht gewonnen haben, abzocken

Und so funktioniert der Lotto-Trick, mit dem Nicht-Gewinner übers Ohr gehauen werden sollen. Die Briefe haben unterschiedliche Absender. „Immer handelt es sich um eine Inkasso-Firmen, die es gar nicht gibt und Lotto- und Lotterie-Gesellschaften mit Phantasienamen“, sagt Polizeisprecher Christof Hüls über den Lotto-Betrug. Den vermeintlichen Lotto-Spielern - ob sie gespielt haben oder nicht - wird suggeriert, sie wären einen Dienstleistungsvertrag mit einem Lotto-Anbieter eingegangen. Die dafür anfallenden Kosten aber seien in der Vergangenheit nicht beglichen worden.

Im Auftrag der Lotto-Gesellschaft fordere man nun, die Lotto-Schulden zurück. Häufig geht es um Beträge von mehreren hundert Euro. So erging es auch einem 84-Jährigen aus Lüdenscheid, der sich nach Erhalt der Lotto- und Inkasso-Post auf den Weg zur Sparkasse Lüdenscheid machte, um seine Lotto-Schulden zu begleichen.

Lotto-Schulden machen Sparkassen-Mitarbeiter in Lüdenscheid stutzig

Dem Sparkassen-Mitarbeiter kam das Ansinnen des Seniors spanisch vor - oder besser gesagt griechisch. Das Geld für die Lotto-Schulden sollte nämlich auf ein griechisches Konto gehen. Die Sparkasse stoppte die Überweisung und hakte bei ihrem Kunden nach, um einen Betrug auszuschließen.

„Die Banker hatten den richtigen Riecher“, lobte die Polizei den Sparkassen-Mitarbeiter. An die Empfänger der seltsamen Lotto-Briefe gerichtet, warnt die Polizei ausdrücklich vor diesen „Mahnschreiben“. Empfänger sollten Forderungen unbedingt prüfen und im Zweifel Rat beim Verbraucherschutz suchen sowie bei Verdacht auf Betrug Anzeige erstatten. Erst recht, wenn man überhaupt kein Lotto gespielt hat.

Lotto: Viele spielen Lotto, ein weites Feld für Betrüger

Es gibt eine zweite Lotto-Masche. Dabei wird Menschen ein Lotto-Gewinn vorgegaukelt, der aber nur durch eigene Zahlungen zu erhalten ist. Der fiese Lotto-Trick ist weit verbreitet und führt immer wieder zum Erfolg, wie zuletzt in Lüdenscheid. Ein Mann aus Lüdenscheid verlor sogar seine kleine Rente im Glauben an den großen Gewinn. Die Polizei MK warnt daher eindringlich: Wer an keinem Gewinnspiel teilgenommen hat, der kann nichts gewinnen. Und selbst wenn man - wie im vorliegenden Fall an einer Lotterie teilgenommen hat - muss immer klar sein: Seriöse Gewinnspiel-Anbieter verlangen keine Transportgebühr.

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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