Traum von großen Glück

Lotto-Gewinn frisst kleine Rente auf - Pechvogel verliert all sein Geld

Lotto brachte ihm nur Ärger. Ein Lotto-"Gewinner" aus Lüdenscheid hat all sein Geld verloren. Doch noch immer glaubt er an das große Glück. Sogar seine Rente ging drauf.

  • Ein Lotto-Gewinner hat mit seinem Gewinn nur Pech
  • Jetzt ist er all sein Geld los, weil er nicht aufgepasst hat
  • Die Polizei MK verzweifelt inzwischen - und warnt umso dringender

Für die Polizei ist der unglückliche Lotto-Spieler kein Unbekannter. Seit er vor einigen Wochen die Nachricht vom vermeintlichen Lotto-Gewinn erhalten hat, lässt er sich durch nichts und niemanden von seinem „Glück“ abbringen. Er will endlich seinen am Telefon versprochenen Lotto-Gewinn erhalten. Dafür gibt er sogar sein letztes Hemd. 

Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wie die Polizei aus dem Märkischen Kreis mitteilte, hat der Mann entgegen aller Warnungen der Polizei in der Hoffnung auf den großen Gewinn doch wieder Geld in den Kosovo überwiesen. So war es ihm am Telefon von dem Anrufer befohlen worden, um den Lotto-Gewinn endlich zu erhalten. 

Lotto-Gewinn von 80.000 Euro in Aussicht gestellt - doch der kam nie an

Die Betrüger versprechen ihm seit Wochen einen Gewinn von 80.000 Euro. Weil der Mann nur über eine kleine Rente verfügt, vereinbarte er mit dem Anrufer eine Ratenzahlung mit insgesamt fünf Raten über einen jeweils dreistelligen Betrag. Die letzte Rate konnte jedoch nicht überwiesen werden, da das Konto leer war. All sein Geld ist verloren. 

Einen Lotto-Gewinn in Höhe von 80.000 Euro soll der Mann aus Lüdenscheid gewonnen haben.

In den vergangenen Wochen war der Mann, der bereits zuvor zwei Mal auf Gewinnspiel-Betrüger hereingefallen war, mehrfach auf die Polizei getroffen. Zeugen wie Bekannte oder Bankmitarbeiter hatten die Polizei wegen des verhinderten Lotto-Gewinners informiert. Inzwischen haben es sogar schon Inkassofirmen auf Lotto-Spieler abgesehen

Vermeintlicher Lotto-Gewinner ist für die Polizei kein Unbekannter

Gebetsmühlenartig hatten die Beamten auf den Mann eingeredet, um ihm deutlich zu machen, dass es nie einen Lotto-Gewinn geben wird. Es half alles nichts. Ein Polizeisprecher sprach von einer "hochtragischen Geschichte", da der Mann nur über eine kleine Rente verfügt und all sein Geld an Betrüger überweist. 

Einen ganzen anderen Weg nahm ein Paar, das unter anderem wegen eines ausgefüllten Lotto-Scheins im Gefängnis sitzt. Der Traum vom Lotto-Gewinn ist geplatzt. 

Die echten aktuellen Lotto-Zahlen finden Sie übrigens hier:

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Dringende Warnung der Polizei MK: Alles nur Betrug!

Die Polizei warnt immer wieder und immer verzweifelter: 

  • Fast täglich melden sich im Märkischen Kreis Betrüger am Telefon - meistens bei Senioren. Mal geben sie sich als Polizeibeamte aus, mal als Enkel oder Freundin. Oder sie versprechen hohe Gewinne. Die Betrüger gehen dabei so geschickt vor, dass selbst vorgewarnte Senioren den Anrufern Glauben schenken. Es bleibt oft nicht bei einem Anruf. Opfer, die einmal an der Angel sind, werden nicht wieder losgelassen.
  • Wenn man an keinem Gewinnspiel teilgenommen hat, kann man auch nichts gewinnen. Wird eine Gebühr für die Auszahlung des Gewinns verlangt, liegt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Betrugsversuch vor. Seriöse Veranstalter verlangen keine "Transferkosten" - erst recht keine Zahlungen über internationale Zahlungsdienste. Also: Nicht zahlen!
  • Das Beste ist, sich erst gar nicht auf Gespräche mit Fremden am Telefon einzulassen. Sofort auflegen!
  • Keine Rückrufe bei kostenpflichtigen Nummern!
  • Fragen Sie gezielt nach Namen, Veranstalter und Adresse des Verantwortlichen sowie der Art des Gewinnspiels.
  • Im Zweifel sollten sich Senioren mit Nachbarn oder Verwandten besprechen und Rat holen. Bei Forderungen schriftliche Aufstellungen verlangen!
  • Geben Sie keine persönlichen Informationen preis, zum Beispiel über Vermögensverhältnisse oder Kontonummern!
  • Die Polizei nimmt weder Bargeld, noch Schmuck oder andere Wertsachen in Verwahrung.
  • Betrüger suchen oft in den üblichen Telefonverzeichnissen nach älter klingenden Vornamen. Wer seinen Vornamen im Telefonbuch abkürzt und seine Adresse weglässt, der verringert die Gefahr solcher betrügerischen Anrufe. Bekannte oder Verwandte kennen die Nummer ohnehin.

Die Polizei bittet: Angehörige oder Nachbarn sollten ihre älteren Verwandten und Mitbürger darauf hinweisen.

Ein anderer Mann hofft ebenfalls auf den großen Wurf. Sein Lotto-Gewinn erwies sich als vergiftet. Ein Frau glaubt, sie hat im Lotto gewonnen, das stellte sich als fataler Fehler heraus. Der Goldpreis ist auf einem Rekordhoch - was Käufer und Verkäufer beachten müssen, erklären Experten aus dem MK. Für einen Mann aus Altena klang die frohe Botschaft eines vermeintlichen Glücksboten verlockend: Er sollte einen fetten Geldgewinn bekommen. Nach 22 Jahren macht eine Lotto-Fee aus dem Sauerland Schluss. Sie kennt fast alle Gewinner aus ihrem Ort mit Namen. Mittwoch ist Lottotag: Hier gibt es die aktuelle Ziehung der Zahlen.

Rubriklistenbild: © dpa

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