Schüler erarbeiten Logo für die Schule an der Höh

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Ob freihändig oder mit Lineal und Geodreieck – viele verschiedene Entwürfe für ein Schul-Logo fertigen die Schüler (hier aus der Berufspraxisstufe) unter Anleitung der Lehrer beim Grafik-Workshop.

Lüdenscheid - Die Schüler der Schule an der Höh verliehen am Dienstag ihrer Kreativität Ausdruck – einzige Vorgaben beim Grafik-Workshop: Jedes Kunstwerk musste in einen vorgezeichneten Kreis passen und Strichstärke und Farbe waren einheitlich. Denn aus der Vielzahl der Ergebnisse soll ein Schul-Logo entstehen.

Schulleiter Jürgen Rittinghaus zeigte den mehr als 200 Schülern zur Begrüßung einige Logos und fragte sie nach den dazugehörigen Marken. Die Schüler riefen die bekannten Namen – von Mercedes bis Facebook.

So erschloss sich der Sinn eines Wiedererkennungszeichens schnell. Rittinghaus sagte: „Fast alle haben ein Logo, nur unsere Schule hat noch keines. Das wollen wir gemeinsam ändern.“ Dann übergab er das Wort an Matthias Czech von der Werbeagentur David & Goliath.

"Eine coole Schule braucht natürlich ein cooles Logo"

Eine Schülerin hört während des Zeichnens Musik. Lehrer Markus Scheidtweiler schaut ihr über die Schulter.

Das Unternehmen begleitet den Entstehungsprozess des Schul-Logos – genau wie die Druckerei Seltmann – ehrenamtlich. Czech fackelte nicht lange: „Eine coole Schule braucht natürlich ein cooles Logo.“ Ob Yin und Yang, ein Phantasie-Muster oder der in den Kreis eingearbeitete Schriftzug „SADH“ – an einer Station waren der gestalterischen Freiheit keine Grenzen gesetzt. „SADH steht natürlich für Schule an der Höh“, erklärte ein Schüler aus der Berufspraxisstufe, der sich offensichtlich bereits gut mit seiner Schule identifizieren kann.

Metallkugeln und Holzstäbe als Modelle

Doch nicht nur beim komplett freien Zeichnen stellten die Jugendlichen Talent unter Beweis. Auch an verschiedenen Stationen mit Vorgaben zu grafischen Merkmalen glich kein Werk dem anderen.

Materialien auf den Tischen – wie Holzstäbchen oder kleine Metallkugeln – standen Modell für die Formen, die gezeichnet werden sollten. Auch beim Zeichnen mit verbundenen Augen, zu Musik aus Kopfhörern oder mit Hilfe von Lineal und Schablone entstanden ganz unterschiedliche Motive.

Schule soll mehr Bekanntheit erlangen

Mit verschiedenen Schablonen lassen sich auffällige Muster aufs Papier bringen.

Nach Angaben von Lehrer Markus Scheidtweiler war den ganzen Tag über „das größte Kreativ-Team Lüdenscheids“ am Werk – vormittags die Schüler aus Unter-, Mittel-, Ober- und Berufspraxisstufe und nachmittags die Eltern, die nach dem Besuch des Elternsprechtages ihre künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten. Lehrer, Mitarbeiter und Ehemalige durften ebenso ihren Beitrag leisten.

Dynamisches Logo mit Wiedererkennungswert

Bei allen direkt Beteiligten sei die Identifikation mit der Förderschule in der Trägerschaft des Märkischen Kreises groß, erklärte Scheidtweiler, doch in der Öffentlichkeit würde die Schule weniger wahrgenommen. Das wolle man ändern – unter anderem mit dem Logo.

Aus den Entwürfen wird die Werbeagentur in den kommenden Wochen eine Auswahl für ein zukünftiges dynamisches Logo treffen.

Mit dem Logo für das Schulfest im Oktober werben

Robert Cichon (Mitte) und Matthias Czech von der Werbeagentur David & Goliath stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Letzteres bedeutet, so erklärten Matthias Czech und sein Kollege Robert Cichon, dass es viele verschiedene Logos geben wird, die sich aber in Grundform und -Farbe so sehr gleichen, dass sie einen gemeinsamen Wiedererkennungswert haben. „So können wir viele Entwürfe berücksichtigen“, sagte Czech. Die Logos sollen für die Werbung für das Schulfest am 1. Oktober zur Verfügung stehen. Geplant ist für diesen Tag auch eine Ausstellung mit den Entwürfen.

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