Ringen um mehr Platz für Spedition Lixfeld

Der Fernverkehr wächst weiter. Die Speditionen müssen sich den Bedürfnissen der Kunden anpassen.

Lüdenscheid - Die Spedition Lixfeld am Hohen Hagen will wachsen. Der Betrieb, der seit 1946 in Lüdenscheid tätig ist, will im Wettbewerbsdruck der Branche verstärkt Dienstleistungsagebote für aktuelle und künftige Kunden unterbreiten können. Logistik ist das Stichwort.

Doch dafür braucht Geschäftsführer Martin Sturm mehr Platz für den 62-Mann-Betrieb am Hohen Hagen. Doch der nötige Platz in der Nachbarschaft ist Laubwald.

Das war der Grund, warum der Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt gestern im Sitzungsraum des Familienunternehmens tagte, zuvor die vorhandenen Hallen besichtigte und anschließend nach gründlicher Aussprache hinter verschlossenen Türen weiterverhandelte. Denn der Eingriff in die Natur ist beträchtlich.

Lixfeld benötigt eine etwa 4500 Quadratmeter große Halle, etwa eine Verdoppelung der vorhandenen Kapazität. Mit den Rangierflächen für die Lkw sind es bis etwa 15 000 Quadratmeter Wald, die der Erweiterung zum Opfer fallen würden – vom jetzigen Firmengelände aus die Fläche bis zum Gielster Stück und auch ein Stück direkt westlich in Richtung der Parkplätze für den Golfplatz Gelstern.

Damit, so die Hoffnung des Unternehmens, könnte man einen guten Kunden aus der Region weiter bedienen, der ebenfalls räumlich an Grenzen stößt und gerne eine neue Produktionslinie samt Logistik und Qualitätssicherung auslagern würde. Für Lüdenscheid entstünden zehn neue Arbeitsplätze, weitere 40 Mitarbeiter des Auftraggebers würden nach Lüdenscheid pendeln und dort in zwei Schichten arbeiten.

Eines allerdings bereitete der Politik erhebliche Bauchschmerzen: Der Verlust des Waldes müsste um das Doppelte ausgeglichen werden. Drei Hektar geeignete Fläche allerdings sind nicht einfach verfügbar, und auch das Unternehmen bemüht sich schon in eigener Regie um passende Grundstücke.

Die Alternative, mit der Spedition in Gänze umzuziehen, ist für Sturm wirtschaftlich nicht darstellbar. Die Kosten beliefen sich auf rund zehn Million Euro, das Doppelte dessen, was Lixfeld für die Erweiterung in die Hand nehmen müsste. - flo

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare