Viel Arbeit für die Stadtreiniger

Lockdown und drei freie Tage: Müllberge an den Wertstoffsammelstellen

Wilder Müll an Wertstoffcontainern
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Ein wildes Sammelsurium unterschiedlichster Abfälle sammelte sich am sogenannten Worth-Rondell.

Die Altpapiercontainer quollen über, und drumherum stapelte sich an den Wertstoffsammelstellen bergeweise Unrat aller Art. Dieses Bild bot sich am Montagmorgen den Männern des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid (STL) an rund 90 Standorten quer über die Stadt verteilt. In diesem Jahr war es nach Worten des stellvertretenden STL-Werkleiters Andreas Fritz besonders schlimm. „Der Lockdown im Einzelhandel hat sicher eine Rolle gespielt. Aber auch die Tatsache, dass wir diesmal drei Tage lang nicht gesammelt haben.“

Lüdenscheid - Schon an den Feiertagen nutzten zahlreiche Bürger den Mängelmelder, den der STL auf seiner Internet-Präsenz anbietet. Damit waren die massivsten Verunreinigungen bereits bekannt.

Doch die Werkleitung am Fuhrpark verstärkte am ersten Arbeitstag der Woche die Teams und schickte noch mehr Müllwagen los.

Wie Andreas Fritz erklärt, sind normalerweise ein sogenannter Presswagen und zwei Handreinigungstrupps unterwegs. Am Montag war der STL mit sieben Fahrzeugen in der Stadt aktiv. Am frühen Nachmittag meldete der Chef: „Alle Sammelstellen geleert.“

18 Tonnen Papier und Kartonagen in Lüdenscheid

So entsorgten allein die Männer der Frühschicht an den 90 Wertstoffsammelstellen den Inhalt von 290 Papierbehältern. Das machte eine Menge von 18 Tonnen Papier und Kartonagen aus. Normal sind nach einem Wochenende laut Fritz rund acht Tonnen.

Dazu kamen 6,5 Tonnen Abfälle aller Art, die Bürger teils achtlos zwischen die Container geschmissen hatten. Im Durchschnitt sind es nach Erfahrungen beim STL 1,5 Tonnen Unrat nach einem Wochenende.

Dass der Lockdown im Einzelhandel zu einem Plus an Online-Bestellungen führt und mehr Verpackungsmaterial anfällt, war nach Auffassung des STL-Sprechers zu erwarten. Diesmal lagen die Feiertage für die Müllentsorger so „ungünstig“, dass sie erst nach drei Tagen aufräumen konnten.

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