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Neue Corona-Regeln im MK - das gilt im Restaurant, auf dem Weihnachtsmärkte, beim Sport

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Von: Jan Schmitz

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Nur noch wenige Stunden, dann gilt im Märkischen Kreis eine neue Coronaschutzverordnung und damit treten neue Corona-Regeln in Kraft. Mit den Verschärfungen - 2G, 2Gplus und 3G - soll das nach wie vor stark zunehmende Infektionsgeschehen gebremst werden. Diese Corona-Regeln gelten im MK ab sofort.

Flächendeckend werden im Frezeitbereich 2G-Regelungen eingeführt, 2G-plus-Regeln sind für Einrichtungen mit der Gefahr von hohem Infektionsgeschehen wie etwa Clubs, Tanzveranstaltungen und Karnevalsveranstaltungen vorgesehen. Neue 3G-Regelungen gibt es darüber hinaus etwa bei Messen und Kongressen und standesamtlichen Trauungen. Einen Lockdown für alle gibt es im MK nicht, für Ungeimpfte wird es allerdings ungemütlich. Tagesaktuelle, negative Testergebnisse von Ungeimpften reichen im Freizeitbereich nicht mehr zur Teilnahme oder zum Eintritt aus.

KreisMärkischer Kreis
Fläche1.059 km²
HauptstadtLüdenscheid

Diese neuen schärferen Corona-Regeln gelten ab Mitternacht im MK:

Maskenpflicht in Innenräumen - und dort wo kein Abstand gehalten werden kann

Maskenpflicht: In Fahrzeugen des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs und in Innenräumen, in denen mehrere Personen zusammentreffen, gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung. Gemeint sind Innenräume, in denen Kunden oder Besucher Zutritt haben (wie Supermärkte, Shopping-Center, Geschäfte, Bürgerbüros etc.). Zudem wird das Tragen einer Maske auch im Freien nach wie vor dringend empfohlen, wenn ein Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, wie zum Beispiel auf Weihnachtsmärkten. Dort, wo Städte es ausdrücklich festlegen, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Außenbereich Pflicht. Dazu müssten Kreis oder Stadt wieder eine eigene Allgemeinverfügung erlassen, wie es sie zum Beispiel im Frühjahr in Lüdenscheid gab.

2G beim Sport, im Tierpark, Schwimmbad und in der Gastronomie

2G im Freizeitbereich: Der Besuch von Veranstaltungen und Einrichtungen im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich ist nur noch immunisierten Personen gestattet, die vollständig geimpft oder genesen sind. Darunter fallen Besuche von Museen, Ausstellungen, Konzerten, Theatern, Kinos, Tierparks, zoologischen Gärten, Freizeitparks, Schwimmbädern und Sauna- und Wellnesseinrichtungen. Ausdrücklich gilt 2G auch „für alle [...] gastronomischen Angebote, wenn die Nutzung sich nicht auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt“ ist. Der Besuch von Sportveranstaltungen, Weihnachtsmärkten und Volksfesten fällt ebenso unter diese Regelung wie touristische Übernachtungen oder die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen. Alle Ungeimpften müssen draußen bleiben. Das betrifft im MK auch ungeimpfte Amateursportler. Ausnahmen gelten für medizinische oder pflegerische Dienstleistungen sowie Friseurbesuche, wo Kunden auch mit einem negativen Test bedient werden. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind von Beschränkungen auf 2G (und auch von 2G-plus) ausgenommen.

Auch Geimpfte brauchen einen negativen Test in Clubs, Diskos, Karnevalsfeiern und im Bordell

2G-plus-Regel: Der Besuch von Clubs, Diskotheken, Tanzveranstaltungen, Karnevalsfeiern und vergleichbaren Brauchtumsveranstaltungen ist nur noch immunisierten Personen gestattet, die zusätzlich einen negativen Testnachweis vorweisen können. Dieser kann in Form eines Schnelltestes (nicht älter als 24 Stunden) oder eines PCR-Testes (nicht älter als 48 Stunden) erfolgen. Die gleiche Regelung gilt für die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen.

Nur leichte Verschärfungen: 3G-Regel beim Friseur

3G-Regel: Im Bereich von nicht freizeitbezogenen Einrichtungen und Veranstaltungen bleiben bestehende 3G-Regelungen erhalten und werden auf weitere, bisher nicht zugangsbeschränkte Angebote ausgedehnt. Demnach ist der Zutritt zu Versammlungen in Innenräumen, Veranstaltungen der schulischen, hochschulischen, beruflichen oder berufsbezogenen Bildung, Messen, Kongressen und Sitzungen kommunaler Gremien nur noch geimpften, genesenen oder negativ getesteten Personen gestattet. Auch für Beerdigungen, standesamtliche Trauungen, Friseurbesuche und nicht-touristische Übernachtungen gilt die Nachweispflicht über eine Impfung, Genesung oder Testung.

Beschränkungen bei Veranstaltungen

Veranstaltungen: Bei Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Zuschauern gilt weiterhin eine Kapazitätsbegrenzung: Hier darf bei Veranstaltungen mit Steh- oder Sitzplätzen die über 5.000 Zuschauende hinausgehende Kapazität nur zu 50 Prozent ausgelastet werden; bei Veranstaltungen im Freien gilt dies nur für die Stehplätze. Die Einhaltung und Kontrolle von Maskenpflichten ist sicherzustellen. Im Märkischen Kreis dürften in den nächsten Wochen keine derartigen Veranstaltungen geplant sein.

Hohe Bußgelder drohen: Betreiber müssen 2G, 2Gplus und 3G kontrollieren

Kontrolle und Überprüfung der neuen Corona-Regeln: Die Überprüfung der Impf- und Testnachweise erfolgt durch die verantwortlichen Veranstalter oder Betreiber. Im Rahmen angemessener Stichproben ist ein Abgleich der Nachweise mit dem amtlichen Ausweisdokument vorzunehmen, das Besucher von Einrichtungen oder Veranstaltungen bei sich führen müssen. Zur Überprüfung digitaler Impfzertifikate soll die vom Robert Koch-Institut herausgegebene CovPassCheck-App verwendet werden. Die Ordnungsbehörden kontrollieren, ob Veranstalter und Betreiber ordentlich kontrolliert wird. Unterlassene Kontrollen werden mit erhöhten Bußgeldern geahndet. Bei Missachtung zentraler Regeln sind die Gewerbe- und Gaststättenaufsicht zu informieren, um die Zuverlässigkeit der Betreiber überprüfen zu können.

Regionale Verschärfungen der Regeln abhängig vom Infektionsgeschehen möglich

Besonderem regionalen Infektionsgeschehen oder einer hohen Belastung der regionalen Krankenhäuser könnte der Märkische Kreis mit zusätzlichen Maßnahmen entgegenwirken. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant. Die Corona-Lage in den Krankenhäusern im MK ist angespannt, aber noch zu bewältigen. Das NRW-Gesundheitsministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass gemäß dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz beim Überschreiten einer Hospitalisierungsinzidenz (Anzahl der in Bezug auf Covid-19 in ein Krankenhaus aufgenommene Personen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen) von sechs weitergehende Schutzmaßnahmen nötig werden. Sinkt die Hospitalisierungsinzidenz wieder unter drei, werden Schutzmaßnahmen dagegen wieder zurückgenommen. Derzeit (23. November) liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 4,22.

Die neue Coronaschutzverordnung ist zunächst bis zum 21. Dezember gültig.

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