"Keine schriftlichen Verfügungen"

Dzewas-Antwort zum Thema „Lønneberga“

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Das Altstadtlokal Lønneberga wird die Politik in der Sitzung des Planungsausschusses beschäftigen.

Lüdenscheid - Ein einzelner Bewohner der Hochstraße, der vorgibt, auch für Mieter und Nachbarn zu sprechen, ist für die Aufregung um das Szene-Lokal Lønneberga verantwortlich. Der Bewohner hatte sich im April 2014 schriftlich beschwert. Dies geht aus der Antwort von Bürgermeister Dieter Dzewas auf eine Anfrage des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Gordan Dudas hervor. Und: Dzewas will alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Gespräch einladen.

Dudas hatte die Verwaltung, wie die LN berichteten, um Antworten auf elf Fragen zur derzeitigen Schließung des Lønneberga gebeten. Diese Antwort traf am Freitag ein.

Darin heißt es unter anderem, „einzelne telefonische Beschwerden erfolgten seit dem Betrieb des Lønneberga jeweils in der Woche nach Musikveranstaltungen“. Diese Beschwerden seien jedoch nicht einzeln dokumentiert wurden. Das Ordnungsamt habe „jeweils den Hinweis gegeben, sich bei Lärmbelästigungen an die Rufbereitschaft des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit und Ordnung zu wenden“. Allerdings habe es dementsprechende Anrufe dann nicht gegeben.

Bei den Beschwerden, so heißt es, sei es konkret um Abende gegangen, an denen „Musikevents“ stattgefunden hätten. Zudem sei über Lärmbelästigungen durch Lønneberga-Gäste geklagt worden, die sich vor der Tür aufhielten, um dort zu rauchen und zu trinken.

Das Lønneberga, schreibt Bürgermeister Dzewas weiter, habe eine Konzession als Schank- und Speisewirtschaft. Dort seien grundsätzlich keine Musikveranstaltungen zulässig. Allerdings gebe es Urteile, nach denen bis zu zwölf Veranstaltungen jährlich toleriert werden könnten.

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In einem Gespräch am 15. Mai seien die Betreiber des Lokals auf das Lärmproblem aufmerksam gemacht worden und man habe ihnen Lösungsvorschläge unterbreitet. Dzewas betont: „Der Kontakt zu den Betreibern wurde durch persönliche Gespräche gepflegt. Es gibt im Hinblick auf die Lärmproblematik zurzeit keine schriftlichen Verfügungen oder Verfahren seitens des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit und Ordnung.“

„Die Stadt Lüdenscheid“, so schreibt der Bürgermeister, „begrüßt ... eine lebendige Gastronomie in der Innenstadt“. Sofern „Musikevents“ im Einklang mit der Nachtruhe und damit den Belangen der betroffenen Nachbarschaft stattfinden könnten, werde aus Sicht des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit und Ordnung kein Handlungsbedarf bestehen.

Gordan Dudas kündigte im Gespräch mit den LN an, dass er damit noch nicht alle Fragen ausreichend geklärt sieht. Er will sich in der Sitzung des Planungsausschusses am Mittwoch zu Wort melden.

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